Der frühere Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld hält seine alte Mannschaft nach dem starken Saisonstart nicht nur für den unangefochtenen Meisterschafts-Favoriten, sondern traut dem Rekordmeister auch auf europäischer Bühne den großen Wurf zu.

"Für mich ist klar, dass die Bayern in der Verfassung in der Champions League zu den ganz großen Favoriten gehören, weil sie in dieser Saison noch stärker sind als zuvor. Und in der Bundesliga steht für mich fest, dass sie durchmarschieren werden", sagte Hitzfeld im Interview mit der Tageszeitung "Die Welt".

Für die imponierenden Leistungen der Bayern in den ersten Spielen macht Hitzfeld vor allem die Breite und die qualitative Tiefe des Kaders verantwortlich.

"Das sind die fünf bis zehn Prozent, die der Trainer da aus den Spielern herauskitzeln kann, weil sie wissen: Es geht auch ohne mich", sagte der 63-Jährige.

Mittlerweile gehe es beim Team von Trainer Jupp Heynckes sogar ohne Franck Ribery und Arjen Robben.

Als treibende Kraft hat Hitzfeld den 95-maligen Nationalspieler Bastian Schweinsteiger ausgemacht (28).

Seine Spielintelligenz ist von so enormer Qualität, dass er unbestritten zu den Besten der Welt gehört. Er ist der Spiritus Rector der Mannschaft, über ihn läuft alles", sagte Hitzfeld.

Trotz des verschossenen Elfmeters im Endspiel in der Champions League gegen den FC Chelsea und schwachen Auftritten bei der EM habe er nie am Leader der Bayern gezweifelt.

Großen Anteil am neuen Schwung der Münchener hat laut Hitzfeld aber auch Heynckes: "Im Moment könnte es keiner besser machen."

Dass der 67-Jährige und der Klub am Ende der Saison getrennte Wege gehen, glaubt der Trainer der Schweizer Nationalmannschaft nicht: "Ich gehe davon aus, dass er weitermacht."

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