Bastian Schweinsteiger hat die neue Geschlossenheit im Spiel des Bundesliga-Tabellenführers genutzt, um den fehlenden Zusammenhalt im DFB-Team bei der EM in Polen und der Ukraine zu bemängeln.

"Wir haben gerade einen wirklich guten Geist in der Mannschaft, das spürst du ja zum Beispiel, wenn ein Tor fällt: Springt da die komplette Bank auf? Bei uns springt sie auf, das ist vielleicht ein kleiner Unterschied zur Nationalmannschaft bei der EM. Da sind nicht immer alle gesprungen", sagte der 28-Jährige im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".

Für die verbesserte Gruppendynamik im Team von Trainer Jupp Heynckes macht Bayern-Leader Schweinsteiger ausgerechnet den deutschen Meister Borussia Dortmund verantwortlich.

"Wenn die Dortmunder nicht gewesen wären, hätten wir diesen Fortschritt nicht gemacht", sagte er.

Trotz des verschossenen Elfmeters im Endspiel der Champions League gegen den FC Chelsea, dem Verletzungspech und dürftigen Auftritten bei der EM zweifelt Schweinsteiger nicht an seinen Qualitäten.

"Wenn ich körperlich völlig gesund bin, dann bin ich gut. Diese Erkenntnis gibt mir Ruhe", sagte er.

Bei der Nachbetrachtung der vergangenen Saison hat Schweinsteiger aber auch erkannt, dass er auf dem Platz noch mehr Verantwortung übernehmen und Probleme deutlicher zur Sprache bringen müsse. "Wir sind selbst schuld, dass wir dreimal Zweiter geworden sind", sagte der 95-malige Nationalspieler.

Nach den Vize-Titeln in der Vorsaison schielt Schweinsteiger in dieser Saison in erster Linie auf die Meisterschale.

"Die Meisterschaft hat in diesem Jahr sicher mehr Priorität, aber ich bin der Meinung, dass wir diese Saison auch das Maximale erreichen können. Die Champions League ist schwer, aber außer Barcelona gibt es keine Übermannschaft", betonte er.

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