Bei insgesamt 15 Vereinen der Bundesligen hat die Polizei Überschneidungen zwischen gewaltbereiten Fans und der rechten Szene ausgemacht.

Das geht aus einer bisher unveröffentlichten Anlage des "Jahresberichts Fußball Saison 2010/2011" der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) hervor, die dem WDR-Magazin "Westpol" vorliegt. Die Hälfte der Klubs liegt demnach in Nordrhein-Westfalen.

Betroffen sind in der ersten Liga der deutsche Meister Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, der 1. FC Nürnberg, Werder Bremen und der damalige Zweitligist Fortuna Düsseldorf.

Zudem werden der 1. FC Kaiserslautern, Hertha BSC Berlin, Union Berlin, Energie Cottbus, 1860 München, MSV Duisburg, der SC Paderborn und die inzwischen abgestiegenen Vereine Alemannia Aachen, Arminia Bielefeld und Rot-Weiß Oberhausen aufgeführt.

Die ZIS gab bislang nur die Zahl der betroffenen Standorte bekannt, nicht aber die Namen der Vereine. Auch die Vereine wurden bisher nicht informiert. Liga-Präsident Reinhard Rauball übt daran gegenüber Westpol deutliche Kritik:

"Wir sind die Betroffenen, jedenfalls sind die Bundesliga-Vereine die Betroffenen, und wir könnten das steuern von Frankfurt aus. Wenn man wirksam, auch vonseiten der Vereine dagegen vorgehen will, dann kann man solche Informationen nicht zurückhalten."

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