Die Befürchtungen bei Hannover 96 haben sich bestätigt: Mittelfeldspieler Leon Andreasen hat beim 4:1-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie erlitten. Dies ergab eine medizinische Untersuchung am Donnerstag.

Der Däne, der sich nach mehr als zweijähriger Verletzungspause erst in dieser Saison wieder in die Mannschaft der Norddeutschen zurückgekämpft hatte, wird damit erneut mehrere Monate ausfallen.

"Dass richtig was kaputt ist, habe ich schon geahnt. Der Schmerz war schon schlimm. Natürlich ist das total bitter, aber ich gucke nach vorne und bin überzeugt davon, dass ich ein zweites Mal zurückkommen kann", sagte der 29-jährige Andreasen.

In der zehnten Minute war der 29-Jährige bei einem Zweikampf mit dem Nürnberger Hiroshi Kiyotake im Rasen hängengeblieben und hatte ausgewechselt werden müssen.

Der Zwischenfall passierte an einer Stelle des Spielfeldes, die erst zu Wochenbeginn ausgetauscht worden war.

Teile des Rasens waren durch ein Konzert der Gruppe Coldplay am vergangenen Wochenende in der WM-Arena am Maschsee so stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dass sie ersetzt werden mussten.

"Diese Diagnose ist schlimm für Leon, der eine ewig lange Verletzungsgeschichte hinter sich hat", sagte Trainer Mirko Slomka, "ich wünsche ihm von Herzen alles Gute. Leon hat in den ersten Begegnungen dieser Saison alles gezeigt, was ihn als Fußballer auszeichnet: Zweikampfstark, dynamisch und torgefährlich."

Manager Jörg Schmadtke ergänzte: "Wie ich ihn kenne, wird er leidenschaftlich für sein Comeback arbeiten. Sein Wille ist immens, er hat die Bereitschaft, sich zu quälen. Ich wünsche ihm, dass er nach seiner Reha wieder auf den Fußballplatz zurückkehrt."

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