Eigschenkt is': Bayern München hat seine Dominanz in der Bundesliga mit einer weiteren Gala deutlich unterstrichen.

Der Tabellenführer feierte beim 3:0 (1:0) gegen den Lieblingsgegner VfL Wolfsburg nach einer phasenweise begeisternden Vorstellung völlig verdient seinen fünften Sieg im fünften Spiel und baute seinen Vorsprung auf die Verfolger aus.

Während die Münchner ihrem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge mit dem zweiten Sieg zur Wiesn-Zeit ein Geschenk zum 57. Geburtstag machten, wartet der VfL auch nach dem 18. Spiel auf den ersten Sieg in München.

Der grandiose Bastian Schweinsteiger traf vor 71.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena bereits zum dritten Mal in dieser Saison (24.). Schon zur Pause hätten die starken Bayern gegen die bis dahin hoffnungslos unterlegenen Niedersachsen deutlicher führen müssen - nur Torhüter Diego Benaglio hielt den VfL im Spiel.

Der ehemalige Wolfsburger Mario Mandzukic nutzte erst in der 57. Minute eine seiner zahlreichen Chancen zum 2:0. Mit seinem fünften Ligator für den FCB erhöhte der Kroate für die nie nachlassenden Bayern (65.).

Borussia Dortmund hat in einem Schlagabtausch mit offenem Visier den Rekord-Siegeszug von Eintracht Frankfurt gestoppt, die postwendende Rückkehr in die Erfolgsspur aber wegen der großen Abwehrschwächen verpasst.

Der Meister, der am vergangenen Samstag beim Hamburger SV (2:3) die erste Niederlage nach 31 Ligaspielen hatte hinnehmen müssen, kam am 5. Spieltag in einem packenden Duell nicht über ein 3:3 (2:0) beim Aufsteiger hinaus.

Der Pole Lukasz Piszczek (24.), Marco Reus auf Vorarbeit Piszczeks (28.) und der für Reus eingewechselte Mario Götze (54.) trafen für Dortmund. Der angeschlagene Reus musste zur Pause in der Kabine bleiben.

Stefan Aigner (49.) und der Japaner Takashi Inui (51.) nach Vorlage von Aigner hatten Frankfurt mit einem Doppelschlag zu Beginn der zweiten Hälfte zurück in die Partie gebracht, dann traf Bamba Anderson (73.).

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp wurde in der Nachspielzeit auf die Tribüne verwiesen.

Die noch ungeschlagenen Düsseldorfer machten mit einem hochverdienten 2:0 (2:0)-Erfolg im Aufsteigerduell bei der SpVgg Greuther Fürth einen Saisonstart nach Maß perfekt und legten mit nun 450 Minuten ohne Gegentor die beste Serie eines Neulings ab Saisonstart hin.

Die daheim tor- und punktlosen Fürther müssen sich nach einer ganz schwachen Vorstellung weiter Richtung Tabellenkeller orientieren.

Vor 16.573 Zuschauern in Fürth trafen Oliver Fink (26.) und Ken Ilsö (33.) für die Fortuna, die mit einem vierten 0:0 in Serie für ein Bundesliga-Novum gesorgt hätte. Mit nun neun Punkten kann der zweimalige Pokalsieger die nächste Aufgabe in Angriff nehmen: Bereits am Freitag (20.30 Uhr) kommt Schalke 04 nach Düsseldorf.

Schalker 04 ist indes in die Erfolgsspur zurückgekehrt und hat sich für die ernüchternde Niederlage gegen Bayern München rehabilitiert. Drei Tage nach dem 0:2 gegen den Rekordmeister besiegten die Königsblauen den FSV Mainz 05 3:0 (1:0).

Für den fünften Sieg im siebten Pflichtspiel sorgten Jefferson Farfan mit einem verwandelten Foulelfmeter (21.), Lewis Holtby mit einem seiner seltenen Kopfbälle (81.) und Teemo Pukki (89.).

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