Die Verantwortlichen des Bundesligisten FSV Mainz 05 sehen den Vorermittlungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen der Fahne mit dem Symbol der Roten Armee Fraktion (RAF) gelassen entgegen.

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass es zu einer Strafe oder einer Verurteilung kommt", sagte Manager Christian Heidel: "Es war kein RAF-Plakat im Stadion, nur das Symbol wurde verwendet. Man sollte das Ganze nicht dramatisieren, es wurde kein Bezug zu RAF-Taten hergestellt, kein Mensch wollte zu Gewalt aufrufen. Es war ein satirisches Plakat, das nur niemand verstanden hat."

Während des Punktspiels am Samstag gegen den FC Augsburg (2:0) war im FSV-Fanblock ein rotes Transparent mit weißem Stern und Maschinenpistole zu sehen. Anstatt RAF war die Abkürzung USM (Ultraszene Mainz) auf der Fahne zu sehen. Der DFB hat den FSV nun um eine Stellungnahme gebeten.

"Diese Fangruppierung hat damit auf den Bericht einer Zeitung, von der sie als 'Taliban der Fans' bezeichnet wurde, reagiert. Wir haben uns rechtlich informiert, das Symbol ist nicht verboten. Dennoch bitten wir unsere Fans, so etwas zukünftig zu unterlassen", äußerte Heidel.

Weiterlesen