Vor dem Derby in der Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach verspürt Bayer Leverkusens Trainerduo Sami Hyypiä und Sascha Lewandowski trotz des holprigen Saisonauftakts keinen Druck.

"Ich habe soviel im Fußball erlebt. Natürlich sind zwei Niederlagen nicht so gut", sagte der finnische Teamchef Hyypiä im Gespräch mit der "Welt am Sonntag",

"aber ich kann mit dieser Situation leben und auch weiter arbeiten."

Mit drei Punkten nach einigen schwachen Leistungen liegt Leverkusen in der unteren Tabellenhälfte. Auch beim Auftritt in der Europa League unter der Woche enttäuschte die Werkself mit einem 0:0 gegen Metalist Charkow.

Künftig soll aber vor allem die Spielweise attraktiver werden.

"Wir wollen daran arbeiten, dass Bayer 04 wieder für aktiven, zielstrebigen und schnelleren Fußball nach vorne steht. Diese Entwicklungsschritte wollen wir vorantreiben", sagte Lewandowski, der im Gegensatz zu Hyypiä den Trainerschein besitzt und die Mannschaft daher offiziell als Cheftrainer betreut.

In der Doppelspitze sehen beide eher vielversprechende Möglichkeiten als Gefahren.

"Wir versuchen beide, in der täglichen Arbeit unsere Stärken zu betonen. Wir sehen eine Chance darin, dass jeder unterschiedliche Stärken und Schwächen hat", sagte der 40-jährige Lewandowski.

Für die Trainer und den Verein sei "das, wie wir es jetzt haben, die Ideallösung". Die Mischung sei zudem sehr interessant, "und wenn beide bereit sind, sich einzuordnen, dann ist es eine richtig gute Sache", sagte Lewandowski.

Auch dank der spürbaren Harmonie mussten beide über die Vertragsverlängerung bis 2015 nicht lange grübeln. "Wir säßen jetzt nicht hier, wenn wir auch nur ansatzweise das Gefühl gehabt hätten, es würde nicht funktioneren", sagte Hyypiä.

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