Borussia Dortmunds Vorstandsvorsitzender Hans-Joachim Watzke hat im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1 gelassen auf die 2:3-Niederlage gegen den Hamburger SV reagiert.

"Das ungute Gefühl, dass wir mal wieder ein Spiel verlieren, hatte ich schon seit Wochen", sagte Watzke und ergänzte mit einem Augenzwinkern:

"Es war das erste in 2012, irgendwann musste es passieren. Wenn es dann schon passiert - der HSV ist ein sympathischer Verein, daher ist es ok."

Der BVB-Boss analysierte dann aber ernsthaft: "Es gibt Spiele, da hechelt man von der ersten bis zur 90. Minuten hinter der Musik her, und das war gestern so ein Spiel. Wir kamen unter Druck und lagen 1:3 zurück, machen dann aber sofort das 2:3 und haben dann 30 Minuten eine tolle Reaktion gezeigt, aber wir haben das Tor nicht gemacht."

Watzke rechnet ohnehin mit einer engeren Saison als im letzten Jahr. "Wir haben eine gute Mannschaft und werden eine gute Rolle spielen, aber wir waren nie so vermessen zu sagen, dass wir jetzt überall wieder durchmarschieren. Diese Stärke haben wir definitiv nicht", merkte er an.

Auf die jüngste Attacke von Bayern-Präsident Uli Hoeneß, der den BVB als "eine regionale Sache" bezeichnet hatte, reagierte Watzke gelassen:

"Von der emotionalen Seite betrachtet haben die fünf Siege in Serie natürlich für eine gewisse Sinnkrise bei den Bayern gesorgt. Rein sachlich ist es richtig, dass Bayern vor uns steht, wirtschaftlich und auch von der Bekanntheit bundesweit. Bayern ist ganz klar die Nummer eins, aber der Vorsprung ist geschmolzen."

Grundsätzlich pflegt der BVB-Boss ein "tragfähiges Verhältnis" zu Hoeneß.

"Wir haben nur manchmal Unterschiede, wie man mit dem Konkurrenten umgeht. Sobald einer den Kopf aus der Masse heraushebt, bekommt er aus München einen auf den Kopf. Das mache ich anders. Ich rede immer mit sehr viel Respekt."

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