Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender des Bundesligisten Eintracht Frankfurt, hat seine Kritik an der Finanz- und Transferpolitik des Ligakonkurrenten Hamburger SV erneuert.

"Wenn überall von Financial Fairplay gesprochen wird, ist es für uns nicht so schön, wenn ein Verein in drei Tagen so viel Geld in die Hand nimmt, wie wir in einem ganzen Jahr. Das ist ungewöhnlich und macht uns in unseren Planungen mutlos. Denn dadurch wissen wir, dass es schwer wird, diesen Klub in der Tabelle zu überholen", sagte Bruchhagen in einem Interview auf "eurosport.yahoo.de".

Der HSV, am vergangenen Bundesliga-Spieltag Gegner der Frankfurter (3:2), hatte kurz vor Ende der Transferperiode unter anderem Rafael van der Vaart von Tottenham Hotspur zurückgeholt. Bereits vor der Partie hatte Bruchhagen die Transferpolitik der Hanseaten kritisiert.

Nach dem Traumstart der Hessen mit drei Siegen nach drei Spielen fand der 63-Jährige mahnende Worte.

"Der Start hat unsere kühnsten Erwartungen übertroffen. Perfekt ist aber längst nicht alles, wir haben in jedem Spiel gesehen, dass wir auch große Schwächen haben. Wir wissen das alles einzuschätzen", sagte Bruchhagen.

Zudem warnte er vor einer "Eigendynamik des Misserfolgs": "Das ist das, was wir gerade in Hoffenheim sehen. Mit schlechten Ergebnissen tritt dann eine Unsicherheit ein. Dieses Schicksal kann jede Bundesliga-Mannschaft ereilen - also auch uns."

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