Der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger hat seinem Herzensverein SpVgg Greuther Fürth bei seinem Besuch am Ronhof den Titel gewünscht. "Ich wünsche Fürth die Meisterschaft", sagte der 89-Jährige vor dem Heimspiel gegen Schalke 04 mit einem Augenzwinkern.

Kissinger war eigens für die Begegnung in seine Geburtsstadt gereist und drückte dem Bundesliga-Aufsteiger auf der Tribüne die Daumen.

"Der Ronhof, den ich kenne, hat sich sehr verändert. Früher sah ich die Spiele vom Stehplatz, heute werde ich besser behandelt", sagte der Friedensnobelpreisträger.

Bevor Kissinger, der jüdische Wurzeln hat, 1938 mit seinen Eltern in die Vereinigten Staaten auswandern musste, war er häufig zu den Spielen der Fürther gegangen.

"Mein Vater hat mir immer geraten, Opernbesuche seien besser als der Ronhof. Wenn ich hier war, bekam ich zu Hause fast jedesmal Schwierigkeiten", sagte Kissinger, dem vor der Begegnung die Spieler der Franken vorgestellt wurden. "Ich habe immer auf den Aufstieg gehofft", sagte der Staatsmann dabei.

Klub-Präsident Helmut Hack bedankte sich bei Kissinger für den Besuch. "Es ist wunderschön, dass er sein Versprechen wahr gemacht hat. Er ist unser bekanntester Botschafter auf der Welt", sagte Hack.

Kissinger, der Ehrenbürger der Stadt Fürth ist, war von 1973 bis 1977 Außenminister der USA.

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