Schon wieder Verwirrung um Javi Martinez. Nachdem Josu Urrutia, Präsident des spanischen Erstligisten Athletic Bilbao, erklärt hatte, man werde anscheinend doch auf rechtliche Schritte gegen Bayern München wegen des 40-Millionen-Transfers verzichten, stellt jetzt Osasuna Pamplona Forderungen.

Der Stammklub von Martinez, besteht darauf, die ihm zustehende Ausbildungsentschädigung für den Bundesliga-Rekordeinkauf vom deutschen Rekordmeister Bayern München zu erhalten.

Osasuna-Präsident Miguel Archanco sagte im spanischen Radiosender "Cadena Ser", man habe die Unterlagen geprüft. Bayern habe nun "einen Monat Zeit", um zu zahlen. Es seien nun sogar 850.000 Euro und nicht wie zunächst gefordert 800.000 Euro.

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hatte in der "Süddeutschen Zeitung" bestritten, dass der FC Bayern das Geld aufbringen müsste. "Osasuna kriegt laut FIFA-Statuten jetzt etwas mehr Geld, weil sie Martinez ausgebildet haben", hatte er gesagt, "aber von Bilbao. Mit dem FC Bayern hat das nichts zu tun."

Martinez spielte bis zu seinem 17. Lebensjahr in Pamplona, bevor der heute 24-Jährige bei Athletic Bilbao anheuerte und schließlich Ende August für 40 Millionen Euro Ablöse nach München wechselte.

Zuvor hatte Bilbao-Boss Urrutia "sowohl dem Spieler wie auch dessen Eltern versprochen, keine juristischen Schritte mehr folgen zu lassen", sagte Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsboss des FC Bayern, in einem Interview mit "Sport Bild".

Rummenigge äußerte zwar Verständnis für den Ärger Urrutias, wenn "ein Spieler dieser Qualität geht". Doch ein Verein, der 40 Millionen zahle, "muss schon noch das Recht haben zu prüfen, ob der Spieler kerngesund ist", sagte der 56-Jährige. Das gehöre zu den Spielregeln.

Urrutia hatte Martinez vorgeworfen, trotz eines gültigen Vertrags bei Bilbao, "ohne die Genehmigung des Klubs" zur medizinischen Untersuchung nach München gefahren zu sein.

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