Nach dem Fall Pezzoni hat Franz Beckenbauer bekannt, als Profi-Fußballer einst ebenso Gefahren von Gewalt ausgesetzt gewesen zu sein:

"Rund um die WM 1974 gab es konkrete Terror-Drohungen - nicht von Fans, sondern von der Baader-Meinhof-Bande", erklärte der Ehrenpräsident des FC Bayern in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung. "Meine Familie und ich hatten Personenschutz."

Der "Kaiser" fügte indes hinzu: "Was sich jetzt abspielt, ist eine andere Kategorie von Gefahr."

In Fan-Drohungen wie im Fall Kevin Pezzoni sieht der 67-Jährige eine ernsthafte Gefahr für den Fußball: "Das sind keine Fans, das sind Zerstörer. DFB, Liga, die echten Fans und der Staat müssen verhindern, dass diese Typen den Fußball kaputtmachen. Ich sehe eine echte Bedrohung."

Vor allem durch das Internet hätten Anfeindungen eine neue Qualität bekommen, so Beckenbauer: "Täter können sich heute innerhalb von fünf Minuten zusammenrotten. Dafür hätten sie früher eine Woche gebraucht."

Drohungen habe es auch zu seiner Profi-Zeit gegeben, diese seien aber nicht von Fans ausgegangen.

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