Sportvorstand Matthias Sammer kann sich eine Vertragsverlängerung von Trainer Jupp Heynckes bei Rekordmeister Bayern München vorstellen.

"Warum sollten wir uns jetzt darauf festlegen, dass kommende Saison Schluss ist? Ich rede mit ihm auch über Dinge nach 2013, nach 2014. Ich will den Trainer begeistern. Was soll der denn zu Hause machen die ganze Zeit?", sagte Sammer im Interview mit der "Bild"-Zeitung (Mittwoch-Ausgabe).

Der Kontrakt von Heynckes endet im Sommer 2013. "Wir würden uns doch limitieren, wenn schon alles beschlossen wäre. Der Tag der Entscheidung kommt. Und es ist Jupp Heynckes' Entscheidung", so Sammer, der Heynckes irgendwann auch bei der Suche nach seinem Nachfolger einbinden will:

"Ich will heute überhaupt nicht über den Fall sprechen, ob und wann Jupp Heynckes vielleicht, eventuell, möglicherweise aufhört. Aber selbstverständlich wird er irgendwann mal in alle Pläne involviert. Er kennt den Fußball aus dem Effeff. Wir müssten doch geradezu hirnverbrannt sein, wenn wir ihn außen vor ließen."

Sein gutes Verhältnis zu Heynckes will sich Sammer nicht zerstören lassen. "Teilweise wird versucht, unser gutes Verhältnis zu beschädigen. Da werden ungeheuerliche Dinge konstruiert, was mich sehr traurig macht. Ich weiß, dass Jupp Heynckes totale Loyalität von mir erwartet. Dieser kann er sich sicher sein", sagte der Europameister von 1996.

Besonders die Aussage des ehemaligen Bayern-Torhüters Oliver Kahn, er wirke wie ein zweiter Trainer, stört Sammer:

"Weil ich ein super Verhältnis zu ihm habe. Und weil ich ihm schon tausend Mal persönlich erklärt habe, wie ich die Rolle eines Sportdirektors und wie die Rolle eines Trainers sehe. Nun kritisiert er oberflächlich mein Auftreten, obwohl er den Inhalt kennt. Er weiß, dass ich kein zweiter Trainer bin. Das enttäuscht mich sehr."

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