Der ehemalige Kölner Sebastian Freis vom Bundesligisten SC Freiburg hat im Zusammenhang mit dem Fall Kevin Pezzoni die Vertragsauflösung seines ehemaligen Teamkollegen kritisiert.

"Aus seiner Sicht kann man das natürlich nachvollziehen, dass er dort nicht mehr spielen will. Andererseits haben die Chaoten damit eigentlich ihr Ziel erreicht. Und das ist sicher ein falsches Signal", sagte der Angreifer.

Die Situation bei seinem ehemaligen Arbeitsgeber bezeichnete Freis zudem als "äußerst bedenklich".

"Ich selbst habe so etwas zum Glück nie hautnah miterlebt, persönliche Angriffe und Beleidigungen sind mir erspart geblieben. Aber durch nach wie vor bestehende Kontakte zu früheren Kölner Mitspielern habe ich immer wieder gewisse Geschichten gehört. Das hat sich schrittweise aufgebaut, bis hin zu einer Eskalationsphase, als die Spieler nach Niederlagen von einer Gruppe Vermummter am Parkplatz des Vereinsheims erwartet wurden. Klar ist: Dagegen muss man einschreiten, auch wenn es sicher schwierig ist, genau zu sagen wie."

Der Verein müsse genau überlegen, wie er seine Spieler schützen kann.

Pezzoni, Abwehrspieler des Bundesliga-Absteigers 1. FC Köln, hatte um Auflösung seines Vertrages gebeten, nachdem er vor seiner Haustür und im Internet von FC-Hooligans bedroht worden war.

Freis war erst im vergangenen Januar aus der Domstadt in den Breisgau gewechselt.

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