Auch zwei Wochen nach dem verlorenen Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea ist die Enttäuschung bei Uli Hoeneß noch nicht ganz verflogen.

"Manchmal wache ich nachts auf und denke dran. Diese Niederlage ist nicht so schnell aus den Kleidern zu bekommen. Was hilft, ist der Zuspruch unserer Fans. In den fünf Tagen nach dem Finale sind über 1000 Menschen bei uns Mitglied geworden. Das habe ich noch nie erlebt", erklärte der Präsident des FC Bayern gegenüber der "Welt".

Zugleich richtete der 60-Jährige den Blick aber schon wieder nach vorne und kündigte nach der Verpflichtung des Bremers Claudio Pizarro weitere Aktivitäten des Rekordmeisters auf dem Transfermarkt an: "Warten Sie mal ab, was noch kommt. Es wird etwas passieren, die Einkaufspolitik des FC Bayern lässt sich erst beurteilen, wenn sie fertig ist."

Auch Hoeneß' Antwort auf die Frage, ob den Münchnern im Endspiel der Königsklasse der nötige Biss gefehlt habe, lässt reichlich Raum für Spekulationen: "Denken Sie an die Minuten nach unserem 1:0. Wenn da mal einer richtig draufgegangen wäre und den Ball auf die Tribüne geschossen hätte. Du musst auch mal mit der Axt dazwischen hauen. Das war und bleibt meine Meinung. Allerdings ist das ein allgemeines Problem im Fußball. Es gibt diese Typen kaum mehr."

Durchaus denkbar also, dass der FCB auch in Sachen "Wadenbeißer" noch einmal personell nachrüstet.

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