Für Trainer Markus Babbel vom Bundesligisten 1899 Hoffenheim hat die Verpflichtung von Nationaltorhüter Tim Wiese eine wichtige Signalwirkung.

"Ich will raus aus dem Grau. Hoffenheim war mal bunt, hat viel Spaß gemacht, aber zuletzt ist ein wenig die Farbe abgeblättert", sagte Babbel im Gespräch mit dem Sportmagazin "kicker" und beklagte das Fehlen von kantigen Charakteren im Team. Andere Mannschaften hätten "die Mentalität, sich durchzusetzen. Das fehlt uns."

Große Hoffnung setzt Ex-Nationalspieler Babbel deshalb in Neuzugang Wiese, der ablösefrei vom Bundesliga-Konkurrenten Werder Bremen kommt und im Kraichgau einen Vierjahres-Vertrag unterschrieben hat. "Sein Transfer hat Signalwirkung. Auch andere merken doch: Hey, da passiert was bei der TSG. So wie damals 2008, als nach dem Aufstieg ein echter Hoffenheim-Hype herrschte und jeder zur TSG gekommen wäre", meinte Babbel, der den Personalkostenetat von 32 Millionen Euro nicht überziehen will.

Mit Mittelmaß will sich der frühere Profi des FC Bayern jedenfalls nicht mehr zufrieden geben. Deshalb gebe man nun "ehrgeizigere Ziele" aus.

Die Kapitänsfrage will Babbel, Trainer und Manager in Personalunion, erst im zweiten Trainingslager der Hoffenheimer im Juli beantworten. Verteidiger Andreas Beck hatte die Binde freiwillig abgegeben. Wiese, Sejad Salihovic und der vom VfB Stuttgart kommende Abwehrspieler Matthieu Delpierre sind die heißesten Anwärter auf das Amt des Spielführers.

Babbel stellte zudem in Aussicht, sich das Vereinsemblem auf den Körper tätowieren zu lassen: "Das kann passieren, irgendwann ist das TSG-Logo schon mal fällig."

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