Trainer-Altmeister Otto Rehhagel hat nach seiner gescheiterten Rettungsmission das Kapital Hertha BSC für sich abgeschlossen.

"Für Hertha beginnt eine neue Zeitrechnung - ohne Otto Rehhagel. Ich wollte, dass Berlin oben bleibt, wollte da mithelfen", sagte der 73-Jährige in der "Bild am Sonntag": "Jetzt drücke ich weiter die Daumen. Hertha kann den Sprung zurück in die oberste Klasse wieder schaffen."

An sein Karriereende denkt Rehhagel dagegen immer noch nicht. "Das gibt es für mich nicht. Erst wenn der liebe Gott sagt: Otto, das war's, dann ist für mich Schluss", sagte der Europameister-Coach von 2004.

Eine Beratertätigkeit beim Hauptstadtklub schließt Rehhagel dagegen aus. "Aber wenn Präsident Werner Gegenbauer will, kann er mich natürlich jederzeit anrufen und wir unterhalten uns", sagte er.

Am Freitag hatte das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) den Einspruch der Berliner gegen die Spielwertung des Relegationsrückspiels bei Fortuna Düsseldorf (2:2) abgewiesen. Wie schon zuvor das DFB-Sportgericht.

"Trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung: Das Spiel in Düsseldorf war irregulär", sagte Rehhagel, der mit einem emotionalen Auftritt für ein mögliches Wiederholungsspiel gekämpft hatte. "Das war nicht meine Welt. Ich habe das nur für die Hertha gemacht", sagte er weiter: "Ich fühlte mich total unwohl."

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