Sportdirektor Horst Heldt vom Fußball-Bundesligisten Schalke 04 hat Gerüchte über das Interesse an einer Verpflichtung des brasilianischen Rechtsverteidigers Dani Alves vom entthronten Champions-League-Sieger FC Barcelona ins Reich der Fabeln verbannt.

"Dani Alves ist ein Weltklassefußballer, daran besteht gar kein Zweifel. Aber diese Meldungen sind einfach grober Unfug. Wir haben dem Klub nie ein Angebot gemacht, haben keinerlei Kontakt zum Spieler oder dessen Berater, er ist uns weder angeboten worden, noch haben wir uns auch nur theoretisch mit dieser Personalie beschäftigt", wird Heldt auf der Homepage der Königsblauen zitiert.

Er nehme grundsätzlich keine Stellung zu Gerüchten, "doch in diesem Fall entsteht in der Öffentlichkeit ein völlig falsches Bild unserer Personalpolitik". Natürlich plane man derzeit für die kommende Saison und prüfe viele Möglichkeiten, den Kader qualitativ zu verbessern: "Wir haben jedoch immer gesagt, dass wir unseren bereits eingeschlagen Konsolidierungskurs konsequent fortsetzen. Dies hat unverändert Priorität."

Am Freitag hatten spanische Medien berichtet, dass die Schalker dem FC Barcelona ein Angebot für Alves unterbreitet hätten. Der 29-Jährige besitzt bei Barca noch einen Vertrag bis 2015. Der neue Trainer Tito Vilanova, der die Nachfolge von Erfolgscoach Pep Guardiola antritt, soll mit dem als kompliziert geltenden Alves allerdings nicht mehr planen.

Angeblich will Vilanova anstelle von Alves, dessen Bruder Alex von 2000 bis 2003 bei Hertha BSC gespielt hat, künftig Top-Talent Martin Montoya auf der rechten Außenbahn das Vertrauen schenken. Barcelona soll bereit sein, den derzeit verletzten Alves (Schlüsselbeinbruch) für weniger als 15 Millionen Euro abzugeben.

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