Bei Hertha BSC rückt Michael Preetz immer mehr in die Kritik: Sechs Tage vor den Präsidiumswahlen erhebt Ex-Rekordspieler Michael Sziedat schwere Vorwürfe gegen den Manager. Der 59-Jährige Sziedat kandidiert am Dienstag für einen Platz im Präsidium.

"Die Außendarstellung des Vereins, für die auch er (Michael Preetz, Anm. d. Red.) verantwortlich ist, ist eine Katastrophe. Ganz Deutschland lacht sich über Hertha tot. Wir stehen im Ansehen weit hinter Paderborn, ohne denen zu nahe treten zu wollen", sagte der Ex-Profi der "B.Z.": "Man muss leider feststellen: Michael Preetz kann es einfach nicht."

Sziedat, der für Hertha in den 70er Jahren 280 Bundesliga-Spiele bestritt, forderte einen Neuanfang. Preetz habe zu viele Fehler gemacht und seinen Trainern nicht die nötige Rückendeckung gegeben. "Die Entlassung von Markus Babbel mit dem anschließenden Schmierentheater war der Untergang."

Sziedat kritisierte, dass mittlerweile "jeder sein eigenes Süppchen" koche. Dazu zähle auch Präsident Werner Gegenbauer: "Früher wurde von den Dieter-Hoeneß-Festspielen gesprochen. Jetzt haben wir die Werner-Gegenbauer-und-Michael-Preetz-Festspiele."

Am Montag hatte bereits Präsidiumsmitglied Ingmar Pering in der Sendung "Querpass" bei "TV Berlin" schwere Geschütze gegen Preetz aufgefahren: "Er muss verantworten, zweimal hintereinander - und schneller ging s ja nicht - aus der Bundesliga abgestiegen zu sein."

Weitere Präsidiumskandidaten kündigten für die nächsten Tage ihre öffentlichen Auftritte an. Der Wahlkampf bei der Hertha nimmt Fahrt auf.

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