Der Präsident des Ligaverbandes Reinhard Rauball hat einer grundsätzlichen Diskussion über Relegationsspiele eine klare Absage erteilt.

"Wir werden wegen dieser Veranstaltung die Relegationsspiele nicht einstellen", sagte Rauball in der "ARD"-Sendung "hart aber fair" zu den Vorfällen beim Relegations-Rückspiel am vergangenen Dienstag zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC (2:2).

Dazu führte Rauball die Vorfälle nach dem letzten Bundesliga-Spiel zwischen dem 1. FC Köln und Bayern München an, als Köln-Hooligans nach dem besiegelten Abstieg ihrer Mannschaft den Platz stürmten.

"Sie haben gesehen, was für Sprengkörper dort losgegangen sind. Das passiert auch in diesen Spielen, wo es um den Abstieg geht. Die Relegationsspiele in der Vergangenheit haben bewiesen, dass es eben nicht immer so ausgeht, wie jetzt", sagte Rauball, der aber angesichts der jüngsten Ereignisse im Profi-Fußball von einer "neuen Art der Intensität" sprach.

Der 65-Jährige möchte neben den Klubs auch die Spieler stärker mit in die Verantwortung nehmen, um solche Eskalationen in Zukunft zu vermeiden:

"Es wäre gut, wenn die Mannschaft darauf verzichtet, nach einem Spiel mit solchen Vorgängen auch noch auf diese Tribünen zuzugehen, die 'La Ola' zu machen und die Trikots rein zu schmeißen. Dieser Liebesentzug für so genannte Fans, die sich so verhalten, ist ein wirksames Mittel. Da müssen wir die Mannschaftsführer einbeziehen."

Weiterlesen