Die Arbeitsgemeinschaft Fananwälte hat in einer Stellungnahme Kritik an der Berichterstattung über die Ereignisse im Relegationsrückspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC Berlin (2:2) sowie der Reaktionen von Verbänden und der Polizei geübt.

Vor allem der Ruf nach härteren Strafen sei "unangebracht und kontraproduktiv".

In der Stellungnahme heißt es, Vereine sprechen "bereits jetzt auf Drängen der Polizei Stadionverbote aufgrund bloßer Verdachtsmomente aus, die sich nach der Durchführung von Ermittlungen durch die Strafverfolgungsbehörden oftmals nicht bestätigen. Ebenso werden gegen Fußballfans regelmäßig präventivpolizeiliche Maßnahmen wie beispielsweise Aufenthaltsverbote oder Meldeauflagen verhängt, die in vielen Fällen rechtsstaatlich jedenfalls bedenklich sind."

Zudem würden die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Fananwälte feststellen, "dass Staatsanwaltschaften und Gerichte bei der Verfolgung von vermeintlichem Fehlverhalten der Fußballanhänger wesentliche härtere Strafen verhängen als im Strafrecht ohne Fußballbezug".

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