Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich sieht nach den Ausschreitungen beim Relegations-Rückspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC (2:2) die Fußball-Klubs in der Bringschuld.

"Ich erwarte, dass die 54 Fußballvereine in den drei Profiligen vor Beginn der nächsten Saison ein gemeinsames, konkretes Handlungskonzept vorlegen, in dem es unter anderem um bundesweite Stadionverbote für gewaltbereite Ultras geht sowie um ein Verbot von Pyrotechnik", sagte der für den Sport zuständige Minister.

Friedrich verurteilte die Fan-Randale von Düsseldorf. "Wir sind uns mit dem DFB einig, dass Ausschreitungen wie bei den Relegationsspielen in Düsseldorf und Karlsruhe nicht hinnehmbar sind", sagte der CSU-Politiker.

Friedrich zeigte Verständnis für die Begeisterung der Fans, meinte aber auch: "Wir setzen unsere Fußballkultur aufs Spiel, wenn wir dieser Gewalt kein Ende bereiten. "

Tausende Anhänger der Fortuna waren am Dienstagabend bereits vor Ablauf der Nachspielzeit auf den Platz gestürmt, Schiedsrichter Wolfgang Stark setzte das Spiel erst nach 20-minütiger Unterbrechung noch einmal für rund zwei Minuten fort. Zuvor war das Spiel bereits wegen des Abbrennens zahlreicher Bengalischer Feuer unterbrochen worden.

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