Bernd Heynemann kritisiert gegenüber SPORT1 das Schiedsrichter-Team um Wolfgang Stark, das Skandal-Relegationsspiel Düsseldorf gegen Berlin nochmals angepfiffen zu haben.

"Für mich wäre ein Spielabbruch angemessen gewesen", sagte der frühere FIFA-Schiedsrichter und erklärte: "Die Sicherheit war für keinen mehr gewährleistet."

"Wann soll man ein Spiel abbrechen, wenn nicht in dieser Situation", fragte Heynemann rhetorisch und ergänzte: "Will man warten, bis jemand stirbt?"

Kurz vor Spielende hatten beim Stande von 2:2 tausende Fans den Platz gestürmt und randaliert. Stark unterbrach die Partie, ließ es nach 20 Minuten aber fortsetzen.

Mit der Nachspielzeit nach der 20-Minütigen Unterbrechung ist Heynemann allerdings nicht einverstanden: "Statt 1:20 Minuten hätte er das Spiel vier Minuten nachspielen lassen müssen."

Stark habe vor der Unterbrechung eine Nachspielzeit von sieben Minuten angezeigt, in der 95. Minute unterbrach er das Spiel.

"Während der fünf Minuten gab es bereits mehrere Unterbrechungen. Die insgesamt sieben Minuten Nachspielzeit hätte er auf neun erhöhen müssen", betonte Heynemann.

Er räumte aber ein: "Es war eine sehr schwere Situation für die Schiedsrichter."

Düsseldorf stieg mit einem 2:2 in die Bundesliga auf. Hertha erwägt Protest einzulegen.

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