Nach dem skandalösen Relegationsrückspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC (2:2) nehmen die Gewerkschaften der Polizei den Deutschen Fußball-Bund (DFB) in die Pflicht.

So fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vom Verband, mit härteren Strafen gegen Ausschreitungen vorzugehen.

"Offensichtlich bringen Appelle an Vernunft und Verstand nichts. Der DFB ist jetzt vor dem angekündigten Anti-Gewalt-Gipfel von Fußball und Justiz in der Pflicht, zu prüfen, ob über Punktestrafen die Fans diszipliniert werden können", sagte der GdP-Bundesvorsitzende Bernhard Witthaut.

Nach Auffassung der GdP erzielen die bisherigen Maßnahmen wie Stadionverbote und Geldstrafen für Vereine nur noch eine geringe Abschreckung.

Zudem hat die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) ihre Forderung nach einer finanziellen Beteiligung von DFB und DFL an den Kosten für Polizeieinsätze bei Fußball-Spielen erneuert.

Der 1. Stellvertretende Bundesvorsitzende Hermann Benkerm sprach sich für eine "Sicherheitsgebühr" aus, die "in einem angemessenen Verhältnis zu den erbrachten Leistungen der Polizei steht".

"Das Rechtsinstrument der Gebühren ist nicht neu, schon jetzt verschickt die Polizei für etliche Tatbestände Bescheide an Unternehmen oder Privatpersonen. Das Geld soll direkt dafür verwendet werden, den Einsatzkräften endlich eine ordentliche Bezahlung ihrer Überstunden zu sichern. Eine Gebührenregelung kann das leicht sicherstellen", sagte Benkerm.

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