Dagmar Freitag, Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, fordert nach den Ausschreitungen während des Relegationsrückspiels zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC (2:2) Konsequenzen.

"Das, was in Düsseldorf geschehen ist, besitzt eine neue Qualität. Man muss jedes Detail unter die Lupe nehmen, damit solche Auswüchse in Zukunft verhindert werden können. Da sind DFL, DFB, Politik und Polizei gefordert", sagte Freitag.

Eine mögliche Abschaffung von Stehplätzen in den Stadien schließt die SPD-Politikerin nicht aus.

Sie wisse, dass für viele Fans die Atmosphäre auf den Stehplätzen "einfach dazu gehört". Sie könne aber auch nicht ausschließen, "dass bei ausufernder Gewalt in diesem Bereich Handlungsbedarf gesehen wird".

Konkrete Ansätze hat Freitag noch nicht, sie betont aber: "Ich denke, allein mit der Stärkung von Fanprojekten werden wir nicht weiterkommen.

Hier geht es nicht mehr darum, Freude und Übermut von Fans in den Griff zu bekommen, sondern hier geht es um die Sicherheit von Menschen. Das muss Vorrang haben."

Tausende Anhänger der Fortuna waren am Dienstagabend bereits vor Ablauf der Nachspielzeit auf den Platz gestürmt, Stark setzte das Spiel erst nach 20-minütiger Unterbrechung noch einmal für rund zwei Minuten fort. Zuvor hatte das Abbrennen von bengalischen Feuern bereits zu einer Unterbrechung geführt.

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