Nach dem hitzigen Relegationsrückspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC (2: 2) ist es seitens einiger Hertha-Rowdys auf der Heimreise nach Berlin zu schweren Ausschreitungen gekommen.

In einem vom Verein eingesetzten Sonderzug wurde ein Waggon derart zerstört, dass dieser im Bahnhof Hamm abgekoppelt werden musste. Laut Angaben der Bundespolizei Münster wurden Scheiben eingeschlagen, auch Pyrotechnik sei bei der Einfahrt aus dem Zug heraus gezündet worden.

"Es werden Strafverfahren wegen Sachbeschädigung eingeleitet", sagte Pressesprecher Rainer Kerstiens am Mittwochmorgen.

Die Weiterfahrt des Zuges hatte sich aufgrund von Rangierarbeiten und "Kommunikationsproblemen bei der Bahn" um drei Stunden verzögert. Festnahmen gab es keine. Die Abreise aus Düsseldorf war zuvor ruhig und ohne besondere Vorkommnisse verlaufen.

Zu einem weiteren Vorfall kam es am Bahnhof Spandau im westlichen Stadtrandgebiet von Berlin.

Wie die Bundespolizei bestätigte, zogen die Fans die Notbremse, brachten den Zug zum Stehen und flüchteten aus den Abteilen. Wahrscheinlich wollten die Rowdys den Polizisten aus dem Weg gehen, die im Berliner Hauptbahnhof auf sie warteten, um Personalien aufzunehmen.

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