Der neue Trainer Holger Stanislawski wird beim Absteiger 1. FC Köln einen harten Schnitt machen und den großen Umbruch einleiten.

"Wenn man einmal auf dem Hosenboden sitzt, muss man sehen, dass man wieder aufsteht. Das ist eine richtig große Chance für den 1. FC Köln, einen Umbruch zu schaffen, junge, qualitativ gute Spieler einzubauen, und damit der Mannschaft ein neues Gesicht zu geben", sagte der 42-Jährige bei seiner offiziellen Vorstellung am Dienstag im Geißbockheim.

Er freue sich "wahnsinnig, dass man uns diese Aufgabe zutraut. Wir sind aus den Gesprächen alle mit einem gutem Gefühl rausgegangen. Wir haben nicht nur mal einen Kaffee getrunken, sondern ganz, ganz viele intensive, tiefgehende Gespräche geführt, über diesen Umbruch gesprochen, die Chancen und Risiken".

Der FC, fügte der frühere Trainer des FC St. Pauli und von 1899 Hoffenheim an, "hat eine unheimliche Wucht und kann eine unheimliche Präsenz haben".

Finanziell allerdings scheinen dem dreimaligen Deutschen Meister einige magere Jahre bevorzustehen.

"Wir planen mit einem Etat im oberen Drittel der Liga, planen aber mittelfristig", sagte Geschäftsführer Claus Horstmann und sagte: "Sportlicher Erfolg bei finanzieller Konsolidierung - das ist sicherlich die Quadratur des Kreises, aber wir wollen das schaffen."

Vize-Präsident Toni Schumacher betonte, "der Stani" sei der "absolute Topfavorit" gewesen.

"Nicht nur, weil er bewiesen hat, dass er aufsteigen kann, sondern auch, weil er das gleiche Ziel hat wie wir: Einen Kader aufzubauen, in den viele Nachwuchsspieler integriert sind", sagte der ehemalige Nationaltorhüter: "Hut ab, Stani! Wir sind sehr glücklich, dass Du da bist."

Die genaue Vertragslaufzeit des neuen Trainers wurde nicht genannt. Horstmann sprach von "mindestens einem Zweijahresvertrag".

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