Stefan Effenberg sieht bei seinem Ex-Klub Bayern München für die kommende Saison dringenden Handlungsbedarf - auch bei einem Gewinn der Champions League.

"Man kann mit einem Sieg am Samstag die Saison retten. Trotzdem darf man die Hausaufgaben nicht vergessen und sich auch von der Euphorie nicht blenden lassen. Man muss gewisse Dinge verändern und Schnitte machen, um Schritt für Schritt wieder stärker zu werden", sagte der ehemalige Kapitän des deutschen Rekordmeisters am Montag bei einem "Sky"-Termin.

Laut Effenberg, 2001 mit den Bayern Champions-League-Sieger, war die Einkaufspolitik der Münchner in den vergangenen Jahren "nicht immer das Gelbe vom Ei. Es muss was gemacht werden, damit sich die ersten Elf nicht zu sicher fühlen. Es steht viel Arbeit bevor für die neue Saison. Ich verfolge es mit Spannung, wie sich der FC Bayern aufstellt, um Dortmund die Stirn zu bieten."

Zudem wäre es "sehr sinnvoll, wenn die Bayern in ihrem System flexibler wären", betonte Effenberg mit Blick auf die 4-2-3-1-Taktik.

Derzeit würden die Münchner im Vergleich zu Borussia Dortmund "zu statisch" agieren: "Es ist nicht gut, immer nur darauf zu hoffen, dass Ribery und Robben nicht gestoppt werden können. Aufgrund der Qualität, die die Bayern haben, müssen sie auch in der Lage sein, verschiedene Systeme zu spielen."

Für das "Finale dahoam" am Samstag (20.45 Uhr) gegen den FC Chelsea nimmt der frühere "Cheffe" den Nationalspieler Bastian Schweinsteiger besonders in die Pflicht.

Auf die Frage, ob dies für den Mittelfeldspieler nun der "ultimative Test" als Führungsspieler sei, antwortete Effenberg: "Ja. Irgendwann musst du da sein und die Mannschaft führen. Auf ihm ruhen die Hoffnungen."

Nach seiner Verletzung habe Schweinsteiger "jetzt keine Zeit mehr. Er muss funktionieren. Ich bin aber gespannt, ob er das Tempo halten kann. Er muss intelligent und clever spielen."

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