Trainer Christoph Daum hat trotz eines laufenden Vertrages beim belgischen Traditionsklubs FC Brügge seine Zukunft offengelassen und damit Gerüchte über seine Rückkehr nach Deutschland genährt.

Spekulationen über einen Kontakt zu Hertha BSC, das einen Nachfolger für Trainer Otto Rehhagel sucht, oder zu seinem alten Klub 1. FC Köln, bei dem die Posten des Trainers und des Sportdirektors vakant sind, wollte er nicht kommentieren.

"Ich konzentriere mich ausschließlich auf den FC Brügge und unsere hohen sportlichen Ziele. Wir können noch die Champions League erreichen, alles andere ist unwichtig", sagte Daum am Donnerstag. Am Abend spielte Brügge beim RC Genk.

Eine Meldung des "Express", der zufolge er sich bereits in der vergangenen Woche mit Brügges Präsidenten Bart Verhaege auf eine Auflösung seines bis 2013 laufenden Vertrages geeinigt habe, wollte Daum ebenso wenig bestätigen wie einen Kontakt zum Absteiger 1. FC Köln.

"Ich habe mich mit dem Präsidenten verständigt, nach dem Abschluss der Meisterrunde alles in Ruhe zu besprechen. Er ist mein erster Ansprechpartner. Wir haben noch eine Chance auf die Champions League, alles Weitere muss warten", sagte Daum.

Zum letzten Saisonspiel empfängt Brügge am kommenden Sonntag KV Kortrijk.

Die "BZ" hatte berichtet, dass Daum neben Ralf Rangnick ein Kandidat in Berlin sei. Die Hertha kämpft noch um den Klassenerhalt in der Bundesliga.

Daum hatte in Brügge im November 2011 nach dem Bundesliga-Abstieg mit Eintracht Frankfurt eine neue sportliche Herausforderung gefunden.

Die Trennung von der Familie in Köln stört ihn allerdings, wie er zuletzt dem "Playboy" bestätigte.

"Dass die Familie aus schulischen Gründen in Köln bleiben musste, ist ein großer Nachteil", sagte Daum, der "diese räumliche Trennung auf Dauer nicht haben möchte".

Auch deswegen sei irgendwann eine Rückkehr in die Bundesliga möglich. "Na klar", antwortete Daum auf die Frage, ob er sich das in Zukunft vorstellen könne.

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