Hannover 96 plant seine Einkaufstour. "Zwei bis vier Neue" will der Bundesligasiebte für die neue Saison verpflichten, sagte Klubboss Martin Kind der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Erster Kandidat ist der Japaner Hiroki Sakai, dessen Wechsel vom J-League-Klub Kashiwa Reysol an die Leine laut Sportdirektor Jörg Schmadtke in der kommenden Woche perfekt gemacht werden soll.

Der Rechtsverteidiger soll bis 2016 unterschreiben und rund eine Million Euro kosten. Zudem gilt laut dem Fachmagazin Kicker Patrick Ochs vom VfL Wolfsburg als Kandidat für die rechte Seite bei 96.

Auch die Zukunft von Schmadtke ist weiterhin ungeklärt. Der 48-Jährige will am Freitag, spätestens aber am Samstag verkünden, ob er auch in der kommenden Saison für die "Roten" tätig sein wird.

Möglich sind die geplanten Transfers durch die Mehreinnahmen aus der Europa League.

Nach dem Erreichen des Viertelfinals rechnet Kind mit bis zu fünf Millionen Euro durch die anstehende Prämienausschüttung der Europäischen Fußball-Union (UEFA).

Abzüglich der durch die internationalen Spiele entstandenen Kosten bliebe den Hannoveranern somit ein Gewinn von etwa 2,5 Millionen Euro.

"Das ist für uns ein herausragendes Ergebnis", sagte Kind. Mit dem Profit aus der Europa League dürfte sich der Gesamtgewinn der 96er aus der kompletten Saison 2011/12 auf insgesamt rund fünf Millionen Euro (vor Steuern) verdoppeln.

"Aufgrund der Europa League haben wir erstmals eine vernünftige Ertragssituation", sagte Kind. Der Präsident kritisierte, dass es ohne ein Mitwirken auf europäischer Ebene kaum mehr möglich sei, tiefschwarze Zahlen zu schreiben.

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