Ryan Babel vom Bundesligisten 1899 Hoffenheim kommt seine Twitter-Leidenschaft teuer zu stehen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verhängte gegen den niederländischen Offensivspieler wegen eines unsportlichen Verhaltens eine Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro.

Der DFB reagierte mit dem Urteil zum ersten Mal auf eine Entgleisung eines Spielers in einem sozialen Netzwerk.

Babel hatte sich nach seiner Gelb-Roten Karte im letzten Saisonspiel bei Hertha BSC Berlin (1:3) am vergangenen Wochenende auf seinem offiziellen Twitter-Kanal abfällig über Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) geäußert.

"Ich weiß nicht, der Schiedsrichter war auf Drogen", hatte der 25-jährige Babel geschrieben. Nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wurde im Einzelrichter-Verfahren nun das Urteil gefällt.

Bereits im Januar 2011 hatte sich Babel, der damals beim englischen Topklub FC Liverpool unter Vertrag stand, einen Twitter-Fehltritt geleistet. Nach einem 0:1 gegen Manchester United hatte der Niederländer eine Fotomontage von Schiedsrichter Howard Webb im Manchester-Trikot mit dem Kommentar

"Und das soll einer der besten Schiedsrichter sein? Das ist ein Scherz" gepostet. Der englische Verband (FA) sprach daraufhin eine Geldstrafe in Höhe von knapp 12.000 Euro aus.

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