Einen emotionaleren Rahmen für sein Rekordspiel hätte sich Lewan Kobiashvili nicht wünschen können.

Der Kapitän von Hertha BSC bestreitet am Samstag ausgerechnet in der entscheidenden Partie im Kampf gegen den direkten Abstieg gegen 1899 Hoffenheim (15.30 Uhr/LIGA total!) sein 336. Bundesliga-Spiel und kann den Bundesliga-Einsatzrekord eines Ausländers von Ze Roberto einstellen.

Für Kobiashvili spielt das nur eine untergeordnete Rolle. Wichtiger ist ihm der Klassenerhalt mit seinem Klub. "Es geht nicht um mich, um Einzelne, um den Trainer. Es geht um Hertha", sagte der Georgier.

Nur im Falle eines Sieges und bei einem Unentschieden oder einer Niederlage des 1. FC Köln gegen Bayern München können die Berliner den Sprung auf Rang 16 schaffen, der zur Teilnahme an der Relegation berechtigt.

Trotz seiner 35 Jahre gehörte Kobiashvili in der Rückrunde zu den wenigen Hertha-Spielern mit annehmbaren Leistungen. Auch deshalb erhob ihn Trainer Otto Rehhagel zum Kapitän.

Vor dem Abstiegsfinale gab der Routinier wieder den Weg vor: "Das ist ein besonderes Spiel, weil es die letzte Chance für uns ist. Wir müssen versuchen, einen freien Kopf zu bekommen. Wir müssen einfach Fußball spielen und gewinnen."

Der am 10. Juli 1977 in Tiflis geborene Kobiashvili startete seine Bundesliga-Zeit im Winter 1998 unter Trainer Volker Finke beim SC Freiburg.

2003 wechselte er zu Schalke 04 und wurde dort zweimal deutscher Vize-Meister. 2010 schloss er sich der Hertha an und spielte dort zunächst ein Jahr in der 2. Liga.

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