Die Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) strebt in der Auseinandersetzung mit dem früheren Schiedsrichterobmann Manfred Amerell keine gütliche Einigung mehr an.

"Wir warten jetzt ab, ob eine Klage kommt oder nicht. Wir sehen dem mit großer Gelassenheit entgegen", sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach am Donnerstag:

"Im Prinzip ist da jedes Wort zuviel."

Nach dem gescheiterten Versuch einer Übereinkunft hatte Amerell vor knapp zwei Wochen angekündigt, den DFB bis Ende Mai wegen der angeblichen Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte auf Schadenersatz zu verklagen.

Zudem sollen die beiden Schiedsrichter, die beim DFB neben dem ehemaligen FIFA-Referee Michael Kempter wegen vermeintlicher sexueller Belästigung gegen Amerell ausgesagt hatten, auf Widerruf verklagt werden.

Bei einem zvilrechtlichen Prozess würde dann auch die Anonymität der beiden Referees aufgehoben.

Schiedsrichter-Chef Herbert Fandel sieht seine Schützlinge durch den andauernden Wirbel um Amerell nicht belastet.

"Wir konzentrieren uns auf den sportlichen Bereich. Und da sind wir mit den Leistungen in der Rückrunde sehr zufrieden. Alle anderen Themen interessieren uns nicht", sagte Fandel.

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