Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sieht die jüngsten Attacken von Uli Hoeneß gegen Borussia Dortmund durchaus kritisch.

"So weit wie in Spanien darf es nicht kommen, das gefällt mir nicht. Schauen sie sich Barcelona und Real Madrid an: Da wird mir zu respektlos miteinander umgegangen. Das sollten wir hier schnell beenden. Die sportliche Rivalität sollte auf dem Platz bleiben", sagte Rummenigge im Interview mit "Sport Bild".

Bayern-Präsident Hoeneß hatte zuletzt unter anderem die Finanzpolitik des alten und neuen Deutschen Meisters infrage gestellt. Auch diese Diskussion würde ihm "nicht gefallen", meinte Rummenigge: "Wichtig ist doch nur eines: Es gibt seit dem 1. Juli 2011 Financial Fair Play. Fakt ist: Borussia Dortmund erfüllt die Kriterien, und der FC Bayern erfüllt die Kriterien. Wir brauchen da keine sozialpolitische Debatte a la Lemke von früher wiederzubeleben. Das wäre etwas, was ich sehr bedauern würde."

Er habe Respekt vor Borussia Dortmund, so der Bayern-Boss weiter, "das haben wir alle bei uns im Verein. Wir brauchen da keine Arm-Reich-Debatte heraufzubeschwören".

Auch die Aussage von Hoeneß, dass der BVB keine Weltklasse-Spieler in seinen Reihen habe, relativierte Rummenigge: "Wenn man von 48 Punkten in der Rückrunde 44 holt, dann ist es egal, wie man sie holt. Entscheidend ist, dass man sie hat. Der Titel ist absolut verdient."

Dortmund hat den Bayern in dieser Saison zum zweiten Mal in Folge den Titel weggeschnappt. Am 12. Mai kommt es im DFB-Pokal-Finale in Berlin erneut zum großen Duell der beiden derzeit besten deutschen Teams. Die letzten vier Vergleiche hat der BVB für sich entschieden.

"Das ist nicht normal. Wir wollen beweisen, dass wir besser als Dortmund sind. Noch einmal gegen Dortmund verlieren, geht nicht", sagte Superstar Franck Ribery zur negativen Serie der Bayern.

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