Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat im Geschäftsjahr 2011 erstmals seit zehn Jahren rote Zahlen geschrieben. Der fünfmalige deutsche Meister verbuchte bis zum 31. Dezember 2011 ein Minus von 3,5 Millionen Euro.

"Das ärgert uns und mich speziell. Aber das Positive ist: Im zweiten Halbjahr haben wir ein Plus gemacht", sagte Geschäftsführer Stephan Schippers auf der Jahreshauptversammlung des Vereins.

Im Abstiegskampf des ersten Halbjahres 2011 habe die Borussia, unter anderem durch weniger TV-Einnahmen und den bewussten Verzicht auf Spielerverkäufe, sogar ein Defizit von 6 Millionen gemacht. Dem stand in der zweiten Jahreshälfte ein Gewinn von 2,5 Millionen gegenüber.

Die Aussichten seien indes besser: "2012 werden wir auch ohne Transfererlöse wieder schwarze Zahlen schreiben, das kann man schon jetzt sagen", sagte Schippers. In der kommenden Saison nimmt Gladbach erstmals seit 16 Jahren wieder am Europapokal teil.

Der Umsatz der Borussia belief sich 2011 auf 78 Millionen Euro, was einem Plus von 10 Millionen gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Für 2012 erwartet Schippers bedingt durch die Verkäufe von Nationalspieler Marco Reus und Abwehrchef Dante eine deutliche Steigerung. "Wir werden einen Sprung in Richtung 100 Millionen machen", so Schippers.

Den reinen Personalaufwand bezifferte Borussias Geschäftsführer auf 38,4 Millionen, davon entfallen 30 Millionen auf die Lizenzabteilung.

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