Trainer Carlo Ancelotti vom französischen Traditionsklub Paris St. Germain hat die deutsche Nationalmannschaft gelobt und sich als Fan von Gladbachs Auswahlspieler Marco Reus geoutet.

"Ein außergewöhnlicher Fußballer, bei dem mir das Herz aufgeht. Aber der hat ja schon in Dortmund unterschrieben", sagte der 52-jährige Ancelotti im "kicker"-Interview und schwärmte gleichzeitig vom DFB-Team: "Die Nationalelf spielt unter Löw Zuckerfußball."

Nach den geplatzten Transfers von David Beckham und Carlos Tevez ist Ancelotti weiter auf der Suche nach Neuverpflichtungen für den neureichen Meisterschaftsanwärter der Ligue 1.

Dafür stehen dem Italiener insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung. PSG war im vergangenen Jahr von der Qatar Sports Investments (QSI) übernommen worden, an deren Spitze Kronprinz Scheich Tamim bin Hamad al-Thani steht.

Mit Geldern der Kataris im Rücken will der zweimalige Meister nicht nur in Frankreich, sondern auch in Europa nach ganz oben.

Ancelotti hat offenbar auch ein Auge auf die Münchner Nationalspieler Thomas Müller und Toni Kroos geworfen. Sie seien "fantastisch, aber die wird Bayern sicher nicht hergeben", meinte der frühere Coach des AC Mailand und des FC Chelsea - und macht sich keine Illusionen.

Nur lobende Worte hat Ancelotti, der das Amt in Paris am 30. Dezember 2011 übernahm, für die Entwicklung der Bundesliga übrig. Sie habe in den letzten Jahren "schwindelerregend zugelegt - vor allem aber in Sachen Atmosphäre und Spektakel."

So sehr, dass der Ex-Nationalspieler aus der Provinz Reggio Emilia ein Engagement in der deutschen Eliteliga nicht ausschließt: "Ohne Zweifel ist die Bundesliga im Aufwind und wäre reizvoll", sagte Ancelotti.

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