Eine jüdische Menschenrechtsorganisation hat die Europäische Fußball-Union UEFA nach den antisemitischen Beleidigungen gegen den israelischen Profi Itay Shechter (1. FC Kaiserslautern) durch die eigenen Fans zum Handeln augefordert.

In einem Brief an UEFA-Präsident Michel Platini verlangte das "Simon Wiesenthal Center" mit Hauptsitz in Los Angeles eine "exemplarische Reaktion" des Verbandes und zeigte sich "schockiert von der Intensität" der verbalen Attacke gegen Shechter.

Am vergangenen Sonntag hatte eine Gruppe von fünf bis zehn Personen während des Trainings des abstiegsbedrohten Klubs Shechter antisemitisch beleidigt und den Hitler-Gruß gezeigt.

Dieter Graumann, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, hatte zu Beginn der Woche den FCK und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) in die Pflicht genommen.

Einen ersten Schritt in diese Richtung machte bereits die offizielle FCK-Fanvertretung, die sich im Namen der gesamten Anhängerschaft entschuldigte. Auch die Spitze des DFB hatte die Vorfälle scharf verurteilt und eine Bestrafung der Täter gefordert.

Die Menschenrechtsorganisation forderte die UEFA in dem Schreiben auf, die Übeltäter im Zusammenspiel mit den deutschen Behörden zu belangen.

"Außerdem muss die UEFA sicherstellen, dass die anstehende Europameisterschaft frei von Rassismus sein wird", heißt es in dem Brief an Platini weiter.

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