Mit Kritik an der Personalpolitik des Bundestrainers Joachim Löw hat Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund auf die Nichtberücksichtigung von Spielern des Deutschen Meisters reagiert.

"Ich habe mich auch gewundert, dass vom Deutschen Meister nur ein Spieler gespielt hat. Das fand ich ein bisschen wenig. Darüber ärgere ich mich auch ein bisschen", sagte Watzke im "Audi Star Talk" (ab 21.15 Uhr im TV auf SPORT1).

Löw hatte am Mittwoch mit Mats Hummels nur einen Dortmunder Star beim 1:2 gegen Frankreich eingesetzt.

Watzke hätte sich auch Marcel Schmelzer gut in der DFB-Elf vorstellen können. Durch das Spiel sei er keines Besseren belehrt worden, so Watzke.

"Das hat nichts mit Dennis Aogo zu tun. Auf jeden Fall hätte Marcel Schmelzer mit seiner Defensivstärke dem deutschen Spiel gut getan. Auch Kevin Großkreutz, der nicht im Kader war, das muss ich nicht verstehen - sondern der Bundestrainer."

Dennoch mache Löw einen Klasse-Job. "Es ist am Ende seine Aufgabe, wir müssen das akzeptieren. Aber wundern dürfen wir uns auch ab und zu."

Was das Thema Titelrennen mit Bayern München angeht, "muss man darauf hoffen, dass der Gegner Fahrfehler macht. Und wir müssen immer alles richtig machen", sagte Watzke und führte aus:

"Bayern München wird auch die nächsten Jahre immer aus der Pole Position starten, wir aus der zweiten Reihe. Idealerweise gewinnst du trotzdem ab und zu ein Rennen, und das wird unser Weg sein."

Der 51-Jährige bedankte sich zudem beim Konkurrenten aus München, der den BVB in finanziell schwierigen Zeiten mit zwei Millionen Euro unterstützt hatte:

"Es war sehr kollegial von den Bayern. Das war eine sehr gute Geste. Und wenn es einmal irgendwann anders kommt ? wir würden es auch machen."

Erfolgscoach Jürgen Klopp erteilte Watzke eine Jobgarantie. "Ich werde ihn nicht entlassen! Da brauchen wir gar nicht darüber zu diskutieren Egal in welcher Situation! Da bin ich mit Michael Zorc (Sportdirektor, Anm.d.Red.) einig. Wir sind von seiner Arbeit total überzeugt", betonte der Unternehmer und erklärte: "Jürgen ist einer der Besten auf diesem Planeten! Für Borussia Dortmund der Besteden es überhaupt gibt!"

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