Trainer Otto Rehhagel will sich beim Wiedersehen mit seiner "alten Liebe" Werder Bremen keine Sentimentalitäten leisten.

"Ich muss mich von all diesen Dingen freimachen und mich professionell verhalten. Und das bin ich auch", sagte der Coach des abstiegsbedrohten Bundesligisten Hertha BSC vor seiner Heimspielpremiere am Samstag (15.30 Uhr).

Rehhagel hatte Werder zwischen 1981 und 1995 mehr als 14 Jahre lang trainiert. In dieser Zeit wurde er mit Bremen je zweimal Deutscher Meister und Pokalsieger. Zudem führte er den Klub zum Gewinn des Europapokals der Pokalsieger, dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Vor allem das Wiedersehen mit den Bremer Verantwortlichen Thomas Schaaf und Klaus Allofs sei etwas Besonderes, betonte der 73-Jährige: "Das sind für immer meine Freunde." Der heutige Trainer Schaaf und Manager Allofs hatten jahrelang unter Rehhagel in Bremen trainiert.

"Natürlich ist da eine ganz besondere Beziehung, deshalb wird es für beide Seiten auch kein einfaches Spiel", sagte Allofs: "Ich mag Otto, deshalb bin ich jetzt auch Hertha-Fan und hoffe, dass der Verein nicht absteigt. Aber Siege gegen Otto sind auch sehr schön."

Das will Rehhagel am Samstag mit aller Macht verhindern, denn ansonsten könnte die Euphorie seiner Verpflichtung bereits nach zwei Spielen völlig verflogen sein.

"Dieses Spiel ist wichtig, ich kann ja die Tabelle lesen", sagte Rehhagel. Bei Hertha sind die Einsätze der angeschlagenen Christian Lell und Roman Hubnik fraglich.

Weiterlesen