Mergim Mavraj unterschrieb im Januar 2011 in Fürth. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder der Relegation © getty

Greuther Fürth schwört sich auf einen neuen Anlauf in der zweiten Liga ein. Einige wichtige Säulen werden aber wegbrechen.

Fürth - Die Aufstiegs-Shirts blieben eingepackt, der Party-Marathon wurde abgesagt - und doch gab die SpVgg Greuther Fürth ihren Fans am Sonntagabend noch einen Grund zum Anstoßen.

2000 Liter Freibier spendierte der Zweitligist nach dem 1:1 (0:1) im Relegations-Rückspiel gegen den Hamburger SV und den dadurch verpassten direkten Wiederaufstieg ins Fußball-Oberhaus. ( 894205 DIASHOW: Das Relegations-Rückspiel )

Kein vollwertiger Trost für eine verpasste Chance - und eine Zukunft mit Fragezeichen: Fürth wird wohl mehrere Säulen des Erfolgs verlieren.

Enttäuscht und zufrieden zugleich

Am Stadion am Ronhof blickte man bei aller Enttäuschung dennoch zufrieden auf eine über weite Strecken starke Zweitligasaison und die Auftritte in der Relegation zurück.

"Wir haben zwei tolle Spiele gegen den HSV gezeigt und können stolz sein", sagte Trainer Frank Kramer.

Mittelfeldspieler Goran Sukalu sprach von einer "super, super Saison", an deren Ende das Glück gefehlt hätte: "Wir waren die bessere Mannschaft, wir haben uns den Sieg viel mehr verdient."

Am Ende waren es die vergebenen Chancen im Hinspiel in Hamburg (0:0) und das zu späte Aufbäumen am Sonntag nach der frühen HSV-Führung durch Pierre-Michel-Lasogga (14.), die bei den Fürthern den Fluch der "Unaufsteigbaren" zurückkehren ließen.

Stephan Fürstners Ausgleichstreffer war zu wenig (59.). "Es tut mir wahnsinnig leid für die Mannschaft", sagte Kramer.

So klang die Schlussphase bei SPORT1.fm

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Für die Franken beginnt der nächste Anlauf auf die Bundesliga-Rückkehr. Wer bei dem Unterfangen die handelnden Personen sein werden, ist dabei noch offen. Sportdirektor Rouven Schröder ("Der Verein hätte es so verdient gehabt, aufzusteigen.") steht angeblich kurz vor der Unterschrift bei Werder Bremen.

Schröder und Mavraj sind weg

Wie Präsident Helmut Hack in der "Bild"-Zeitung bestätigte, wurde Schröders Vertrag aufgelöst (NEWS). Sicher ist der Transfer von Abwehrchef Mergim Mavraj zum Erstliga-Aufsteiger 1. FC Köln (NEWS). Der Abwehrspieler unterschrieb einen Dreijahresvertrag bis 2017.

Auch die Zukunft von Kramer in Fürth ist ungewiss. Der 42 Jahre alte Coach hat mit seinen Leistungen an der Seitenlinie Begehrlichkeiten in der Bundesliga geweckt. Kramer selbst wollte sich am Sonntagabend nicht zu dem Thema äußern.

"Wir müssen das alles erst mal sacken lassen. In den kommenden Tagen werden wir uns einer gründlichen Analyse widmen", sagte Kramer.

Das Ziel steht dabei bereits im Vorfeld fest: Im kommenden Jahr will die SpVgg wieder Freibier verteilen, die Aufstiegs-Shirts sollen dann aber ihre Verwendung finden.

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