Der FC Bayern München holt mit Pep Guardiola vier Titel. Eine stolze Bilanz. Am Kader muss nun trotzdem nachgebessert werden.

Der Blick auf die blanken Fakten ist durchaus beeindruckend.

Pep Guardiola führte den FC Bayern in seinem ersten Jahr in München zum Sieg in Europas Supercup. Er macht den Verein zum Klub-Weltmeister. Er holte im Rekordtempo die deutsche Meisterschaft. Und er darf sich seit Samstagabend auch DFB-Pokalsieger nennen (BERICHT: Das Ende ist dann dochsuper, super).

Das klingt ziemlich gut und das ist es auch.

Dennoch offenbarten gerade die vergangenen Wochen einige Probleme. Das lag in Teilbereichen auch am spanischen Startrainer. Aber nicht allein.

Klar, hätte Guardiola die Bundesligasaison nach der vorzeitig errungenen Meisterschaft nicht kurzerhand für beendet erklären dürfen. Das am Ende blamable Aus in der Champions League gegen Real Madrid war auch auf die von ihm gewählte Taktik zurückzuführen.

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Aber um den FC Bayern noch besser zu machen, um im kommenden Jahr wieder ein Stückchen näher an den so begehrten Henkelpott der Königsklasse heranzurücken, muss nun vor allem der Kader auf das System Guardiola maßgeschneidert werden.

Vor der abgelaufenen Saison bekam der spanische Starcoach neben Mario Götze noch seinen absoluten Wunschspieler Thiago ? sonst nix.

Dass das vorhandene Personal zu Großem im Stande ist, hat nicht zuletzt die vorherige Triple-Spielzeit bewiesen. Ob jeder einzelne Spieler aber auch in Guardiolas Konzept passt, ist in manchen Fällen nicht geklärt.

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Bestes Beispiel ist Mario Mandzukic. Der Kroate spielte eine anständige Saison, schoss 18 Tore. Trotzdem sortierte der Trainer ihn vor dem Pokalfinale aus. Mandzukic ist groß und wuchtig. Eigentlich kein Spielertyp für Guardiola.

Auch für Robert Lewandowski, mit dem die Bayern schon vor der Verpflichtung des Spaniers intensiv flirteten, kann das zum Problem werden.

Die Münchner schwärmen von ihrem Trainer. Wenn sie ihm nun auch noch seinen Wunschkader zusammenstellen, begeben sie sich zwar noch mehr in ein Abhängigkeitsverhältnis. Aber es scheint der einzig gangbare Weg, um das Gute noch besser zu machen.

Der Doublegewinn ist fraglos ein großer Erfolg. Er darf die Sinne aber nicht vernebeln.

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