Greuther Fürth und der HSV trennten sich im Hinspiel 0:0. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder der Relegation © getty

Die katastrophale Auswärtsbilanz des Hamburger SV lässt Greuther Fürth träumen. Rene Adler fällt beim HSV erneut aus.

München/Fürth - Maulkorb für die Fußball-Millionäre aus Hamburg, freche Kampfansagen vom fränkischen Zweitligisten.

Vor dem Relegations-Showdown um das letzte verbleibende Bundesliga-Ticket zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem Hamburger SV am Sonntag (ab 16.30 Uhr LIVE bei SPORT1.fm u. im TICKER) könnten die Voraussetzungen kaum unterschiedlicher sein.

Nach dem 0:0 im Relegations-Hinspiel (Bericht) droht dem notorisch auswärtsschwachen Bundesliga-Dino der historische Absturz in die Zweitklassigkeit, die Fürther träumen dagegen vom direkten Wiederaufstieg.

HSV ohne Adler

"Ich bin überzeugt davon, dass wir aufsteigen", sagte Top-Torjäger Ilir Azemi, der die Hamburger Defensive im Hinspiel immer wieder vor arge Probleme gestellt hatte ( 891820 DIASHOW: Die Relegation ).

Während die Fürther vor Selbstvertrauen strotzen, blieben die Hamburger Spieler auf Anweisung der Klubführung stumm (BERICHT: Der Dino hört das Ticken nicht).

Der HSV wird wieder auf Stammtorwart Rene Adler verzichten müssen. Der 29-Jährige laboriert nach Angaben des Klubs an einem Bandscheibenvorfall (News).

Vor der allerletzten Chance im Kampf um die Rettung sollten auch ohne ihn alle Kräfte gebündelt werden. Unmittelbar nach dem Spiel hatte HSV-Kapitän Rafael van der Vaart noch ein weiteres Versprechen an die Fans abgegeben - wie schon so oft in den Wochen zuvor.

Versprechen von van der Vaart

"Wir werden uns für die ganze Stadt zerreißen und alles dafür tun, dass wir in der Bundesliga bleiben", sagte der niederländische Spielmacher: "Wenn wir ein Tor schießen, wird es für Fürth ganz schwer."

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Neun Auswärtsspiele, neun Pleiten

Doch ein Blick in die Statistik verheißt nichts Gutes: Der HSV hat die letzten neun Auswärtsspiele allesamt verloren.

Der letzte Punktgewinn auf fremden Platz liegt inzwischen knapp sechs Monate zurück. Trainer Mirko Slomka hat sogar seine letzten 15 Auswärtsspiele allesamt verloren, gewann aber ausgerechnet zuletzt in Fürth (noch mit Hannover 96).

Am Sonntag wird dieser Sieg 387 Tage her sein. Der 46-Jährige hofft auf zwingende Torchancen durch Standard-Situationen.

"Wir haben zu wenig Standards rausgeholt und konnten dadurch unsere Stärken nicht ausspielen", sagte er bei seiner Analyse zum Hinspiel. Dies zeigte vor allem eines: Beim einst ruhmreichen HSV reicht es spielerisch nicht einmal mehr für Fürth.

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Blick geht nach Nürnberg

Die Franken würden mit einem Erfolg gegen die Hanseaten dagegen gleich doppelt Geschichte schreiben.

Zum einen würde man den letzten "Dino" nach 51 Jahren Liga-Zugehörigkeit ins Unterhaus verabschieden. Zum anderen, und das gilt bei den Fans ohnehin als wichtigstes Ziel, würde Fürth erstmals in der gemeinsamen 111-jährigen Geschichte eine Liga höher spielen als der just abgestiegene Erzrivale 1. FC Nürnberg.

"Wir werden uns auch im Rückspiel nicht verstecken und mit der gleichen Freude ins Spiel gehen", meinte Verteidiger Benedikt Röcker, "da bin ich schon jetzt richtig geil drauf."

Rekordprämie für Fürther

Sollte die Mission direkter Wiederaufstieg tatsächlich gelingen, bekommt die Fürther Mannschaft die Rekordprämie in Höhe von 750.000 Euro.

Die Franken wären erst der sechste Zweitligist, der in den bisherigen 16 Relegationsspielen die Oberhand behalten würde. Zuletzt gelang dies Fortuna Düsseldorf 2012 beim Erfolg gegen Hertha BSC (2:1 und 2:2).

Die Auswärtsmisere der Hamburger lässt die Fürther auf ein gutes Ende hoffen - und die Vorherrschaft in Franken.

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