Trainer Christian Streich kam mit Freiburg gegen Aalen nicht über ein Remis hinaus
Christian Streich ist seit 2011 Cheftrainer des SC Freiburg. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder des 34. Spieltages © getty

Während Hannover 96 dem Mittelmaß den Kampf ansagt, bleibt Freiburgs Coach Christian Streich angesichts drohender Abgänge gelassen.

Hannover - Unterschiedlicher hätten die Protagonisten das 3:2 (1:0) von Hannover 96 gegen den SC Freiburg nicht auffassen können.

Während 96-Präsident Martin Kind bekräftigt, dass mit Mittelmaß im nächsten Jahr Schluss sein soll, sind sie in Freiburg mit dem Erreichten zufrieden. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die Macher der Breisgauer um Chefcoach Christian Streich wissen um ihren Rang als Ausbildungsverein. Sie machen das Beste daraus, das haben die Badener in dieser Saison wieder bewiesen.

"Wir werden uns nächste Woche zusammensetzen, analysieren und Entscheidungen treffen", sagte Hannovers Kind. "Dann werden wir auch neue Ziele formulieren."

(SHOP: Jetzt Fanartikel von Hannover 96 kaufen)

Kind will wieder nach oben

Der 70-Jährige hat genug von Abstiegskampf und träumt insgeheim wieder von Europa: "Es geht darum, uns wieder weiter vorne zu etablieren."

Dafür öffnet Kind wohl die Geldschatulle. Bis zu fünf neue Spieler sollen kommen. "Ich kann noch nicht sagen, wie viele Neue kommen werden. Das hängt davon ab, mit wem wir noch verlängern und wer den Klub verlässt", sagte 96-Sportchef Dirk Dufner, der schon einmal den Verbleib von Innenverteidiger Christian Schulz (bis 2016) perfekt machte.

Zudem hat der Manager die Hoffnungen immer noch nicht aufgegeben, dass Top-Angreifer Mame Diouf seinen auslaufenden Kontrakt doch noch verlängert. "Wir haben von ihm noch keine definitive Absage bekommen. Er sagt, er habe noch bei keinem neuen Klub unterschrieben", sagte Dufner:

"Wir wollen ihn natürlich halten. Die Chance ist gering. Aber so lange sie da ist, versuchen wir sie zu nutzen."

Diouf vor dem Abgang

Doch Dioufs Abgang gilt als so gut wie sicher. Ligakonkurrent VfL Wolfsburg baggert heftig an dem derzeit verletzten Senegalesen, auch einige Klubs aus der englischen Premier League buhlen um den treffsicheren Angreifer (19 Einsätze, acht Tore).

Spieler wie Salif Sane oder Sebastian Pocognoli können den Klub hingegen verlassen, die ausgeliehenen Artjoms Rudnevs und Frantisek Rajtoral wurden vor der Partie bereits verabschiedet. ( 889082 DIASHOW: Die Bilder des 34. Spieltags )

Freiburger Profis begehrt

Den tapferen Freiburgern droht hingegen mal wieder der Ausverkauf. Aufstrebende Spieler wie die zuletzt von Bundestrainer Joachim Löw berücksichtigten Matthias Ginter (FC Arsenal, Borussia Dortmund), Christian Günter und Oliver Sorg (FC Schalke) sollen bei einigen zahlungskräftigen Klubs auf der Wunschliste stehen.

Trainer Christian Streich versucht derweil, Gelassenheit zu demonstrieren. "Wir haben Jahre dafür gearbeitet, dass solche Spieler zur Nationalmannschaft eingeladen werden und jetzt im Schaufenster stehen", sagte er. Und wenn ein Talent geht, formt sich Streich eben den nächsten Ginter:

"Gibt es bessere Argumente für junge Spieler, um nach Freiburg zu kommen?"

(SHOP: Jetzt Fanartikel vom SC Freiburg kaufen).

Korkut hat genug von Abstiegskampf

Streich und auch seinem Kollegen Tayfun Korkut waren die Strapazen der Saison mit zwischenzeitlichem Abstiegskampf deutlich anzumerken.

"So eine Saison wollen wir nicht noch einmal erleben", sagte Korkut, nach dem finalen Sieg durch Tore von Szabolcs Huszti per herrlichem Freistoß (45.), Rudnevs (65.) und Edgar Prib (80.).

Soundcloud: Egar Prib trifft für Hannover:

[soundcloud url="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/148856535=false=false=true"]

Für Freiburg hatten Jonathan Schmid (50.) und Philipp Zulechner (78.) zweimal ausgeglichen. "Ich bin froh, dass ich mit solchen Jungs und in einem solchen Klub arbeiten darf", sagte Streich.

Sie sind eben ein Ausbildungsverein. Da bleibt man bescheiden. Hannover und Kind werden sich mit dem Abstiegskampf nicht mehr zufrieden geben.

Weiterlesen