Thomas Tuchel plant nach SPORT1-Informationen eine Auszeit. Der FSV will den Trainer halten. Matthäus nennt ein mögliches Ziel.

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Mainz - Die Mainzer Spieler freuten sich zusammen über den Einzug in die Europa League, Thomas Tuchel wurde mit Bier übergossen.

Der Trainer und die Profis kletterten auf den Zaun und machten mit den Anhängern Party ( 889082 DIASHOW: Die Bilder des 34. Spieltags ).

Doch die Feierstimmung nach dem 3:2-Sieg gegen den Hamburger SV (Nachbericht) wurde getrübt vom Wirbel um Tuchels möglichen Abschied (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Der Coach des FSV Mainz 05 will nach SPORT1-Informationen eine Auszeit vom Trainerjob nehmen.

Klarheit soll eine für Sonntagmittag angekündigte Pressekonferenz geben.

Manager Christian Heidel bestätigte am Samstagabend, dass der 40-Jährige um die Auflösung seines bis zum 30. Juni 2015 laufenden Vertrages gebeten habe.

Mainz will Vertrag nicht auflösen

"Fakt ist, dass Thomas die Mannschaft in der nächsten Saison nicht mehr trainieren möchte. Dass er uns vor geraumer Zeit gebeten hat, den Vertrag aufzulösen", sagte Heidel bei "Sky".

Doch der Bundesliga-Siebte will seinen Trainer nicht einfach so ziehen lassen.

"Eine Vertragsauflösung kommt für uns nicht in Frage", betonte Heidel.

"Wir wollen, dass dieser Vertrag erfüllt wird, und Thomas hat dann vor vier Wochen gesagt, dass er im Jahr 2015 keine Mannschaft trainieren und von seinem Vertrag zurücktreten möchte."

Verein und Trainer seien "in Gesprächen, wie es jetzt weitergeht", erklärte der Manager.

Pressekonferenz am Sonntag

"Wir sind sehr interessiert an Thomas Tuchel", sagte Präsident Harald Strutz am Samstag. "Wenn er sich anders entscheiden sollte, werden wir es morgen erfahren."

Tuchel selbst meinte vielsagend: "Was wir morgen bekannt geben, steht schon länger fest."

Der Spieltag sei "nicht der Zeitpunkt, um Spekulationen zu meiner Person zu beantworten", erklärte Tuchel:

"Nach dem Spiel haben es alle verdient - einschließlich mir - das zu feiern. Wir werden uns am Sonntag dazu äußern."

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Kein Wechsel nach Stuttgart

Vor der Partie hatte Tuchel bei "Sky" auf die Frage nach einem möglichen Abschied ausweichend geantwortet, aber einen Wechsel zum VfB Stuttgart ausgeschlossen.

"Ich kann sie beruhigen, dass an dem Gerücht mit Stuttgart aktuell nichts dran ist. Ich habe mir angewöhnt, nichts dazu zu sagen, weil es durch die letzten drei Jahre permanent zieht, das viel spekuliert wird."

Schalke dementiert Interesse

Der FC Schalke 04, der angeblich ebenfalls an Tuchel Interesse hatte, dementierte einen Wechsel des Coaches nach Gelsenkirchen.

"Er wird nicht Trainer auf Schalke, die Trainerfrage stellt sich nicht", sagte Schalke-Boss Clemens Tönnies dem "Reviersport".

Nicht erst durch das Erreichen der Europa League ist Tuchel ein Trainer, den andere Vereine auf ihrem Radar haben.

"Thomas Tuchel hat einen Marktwert, den er natürlich irgendwann einmal nutzen will", sagte Franz Beckenbauer bei "Sky90".

"Dass Mainz 05 bei allem Respekt nicht das Ende seiner Trainertätigkeit sein wird, kann man vermuten."

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Matthäus spekuliert über Wechsel zu RB Leipzig

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus spekulierte mit einem Wechsel von Tuchel zu Zweitliga-Aufsteiger RB Leipzig.

"Thomas Tuchel, Ralf Rangnick und Dietrich Mateschitz haben sich schon vor einem Jahr getroffen", meinte Matthäus.

"Da hat man bestimmt nicht über die Zusammensetzung eines Getränks gesprochen. Tuchel und Rangnick kennen sich schon seit langem aus gemeinsamer Zeit in Ulm und Stuttgart. Da besteht Kontakt."

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