Bayer Leverkusen beendet die Saison als Vierter der Bundesliga. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder des 34. Spieltages © getty

Heung-Min Son und Ömer Toprak köpfen Bayer Leverkusen in die Champions-League-Qualifikation. Werder Bremen ist bis zur Pause dran.

Leverkusen - Heung-Min Son hat Bayer Leverkusen die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation gesichert.

Der Südkoreaner köpfte beim 2:1 (1:1) gegen Werder Bremen am letzten Bundesliga-Spieltag den Siegtreffer (53.) - dank des Tores behauptete die Werkself den wichtigen vierten Platz (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Interimstrainer Sascha Lewandowski, nach der Entlassung von Sami Hyypiä eingesprungen, sorgte mit 13 von 15 möglichen Punkten für das ideale Einstiegsgeschenk für den von Red Bull Salzburg verpflichteten Roger Schmidt.

Nationalspieler Lars Bender musste kurz vor der Pause verletzt runter. Der 25-Jährige zog sich eine Oberschenkelprellung zu und muss um seinen Einsatz im Länderspiel gegen Polen am Dienstag in Hamburg bangen. Sein Einsatz bei der WM in Brasilien ist aber offenbar nicht gefährdet.

Sam auf der Bank

"Bremen hat uns über 90 Minuten nochmal alles abverlangt. Wir haben in der ersten Halbzeit vieles falsch gemacht, in der zweiten waren wir besser", meinte Bayer-Coach Lewandowski nach dem Spiel. "Da muss man nur kritisieren, dass wir die Konter nach dem 2:1 nicht klar ausgespielt haben und bis zum Ende zittern mussten. Aber unter dem Strich zählt, was herausgekommen ist."

Die Hanseaten hatten sich ihrer Abstiegssorgen in einer insgesamt mäßigen ersten Saison unter Ex-Bayer-Coach Robin Dutt schon zuvor entledigt.

Werder ging durch das zweite Saisontor des Tschechen Theodor Gebre Selassie in Führung (21.), Bayer glich durch Ömer Toprak aus (33.).

(SHOP: Jetzt Bundesliga-Fanartikel kaufen)

Hegler und Sam verabschiedet

Vor dem Spiel verabschiedete Bayer den verletzten Jens Hegeler (wechselt zu Hertha BSC) und den auf der Bank sitzenden Nationalspieler Sidney Sam (Schalke 04).

Bei Werder stand Aaron Hunt (Ziel unbekannt) endgültig zum letzten Mal im Bremen-Trikot auf dem Platz und war nach seinem Doppelpack beim letzten Heimspiel gegen Hertha BSC zumindest eine Halbzeit wieder stark.

Auch dank ihm waren die Gäste zu Beginn das aktivere Team.

[soundcloud url="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/148856025=false=false=true"]

Werder dominiert bis zur Pause

Bayer kam kaum einmal gefährlich in die Nähe des Bremer Tores zu kommen.

"Was ich in der ersten Halbzeit von meiner Mannschaft gesehen habe, hat mir Freude gemacht. Nach der Pause hat Leverkusen es dann so gemacht, wie man es machen muss, wenn es um alles geht", meinte Werder Trainer Robin Dutt in seiner Analyse. "Im Endeffekt hätten wir aber einen Punkt verdient gehabt, weil eine Halbzeit an uns ging und eine an Leverkusen."

Die Verantwortlichen hatten sich entschieden, die Zwischenstände von den anderen Plätzen einzublenden. Die frühe Führung von Schalke 04, dessen dritten Platz Bayer noch im Hinterkopf hatte, schien die Leverkusener Beine noch etwas schwerer zu machen.

Führungstreffer durch Gebre Selassie

Als Werder durch Gebre Selassie auf Vorlage von Hunt verdient in Führung ging, stand Bayer in der Blitztabelle nur noch aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber Wolfsburg auf Rang vier ( 889082 DIASHOW: Die Bilder des 34. Spieltags ).

Der Druck nahm zu. Und dann begann die emotionale Achterbahn erst richtig.

[tweet url="//twitter.com/search?q=%23Bayer04"]

Toprak köpft zum Ausgleich ein

Erst sorgte Toprak mit dem zum diesem Zeitpunkt wie aus dem Nichts fallenden Ausgleich für Jubel bei den Bayer-Fans, der durch die Kunde von der Wolfsburger Führung abrupt endete: Der VfL war vorbeigezogen.

Aus der Kabine kam Bayer dann hochmotiviert. In den ersten Minuten des zweiten Durchgangs rannte die Werkself entschlossen an, doch der Ex-Leverkusener Clemens Fritz rettete gegen Gonzalo Castro auf der Linie (50.), Eren Derdiyok traf die Latte, den Abpraller verwandelte Son.

Nach diesem Tor schien Bayer eine Zentnerlast von der Schulter zu fallen. Die Gastgeber spielten nun befreit auf, zumal kurz darauf der Ausgleich gegen Wolfsburg fiel.

Weiterlesen