Makoto Hasebe muss mit dem 1. FC Nürnberg in die Zweite Liga. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bilder des 34. Spieltags © getty

Der 1. FC Nürnberg verabschiedet sich mit einer indiskutablen Leistung. Schalke qualifiziert sich direkt für die Champions League.

Gelsenkirchen - Martin Bader rang um Fassung. "Ich fühle mich unglaublich leer", sagte der Sportdirektor des 1. FC Nürnberg zu "Sky".

Er hatte soeben ein historische Pleite erlebte. Durch eine 1:4 (0:2)-Niederlage beim FC Schalke stiegen die Nürnberger zum achten Mal aus der Bundesliga ab und haben damit einen Negativrekord aufgestellt.

Der Club fügte sich nach einer indiskutablen Leistung fast widerstandslos seinem Schicksal und war meilenweit vom erhofften Fußball-Wunder entfernt. Nur mit einem Sieg hätten die Franken noch Chancen auf eine Qualifikation für die Relegationsspiele gehabt.

Die Schalker holten vor 61.973 Zuschauern in der ausverkauften Arena dagegen locker den letzten noch benötigten Punkt zum direkten Einzug in die Champions League und etablieren sich dort immer mehr als Stammgast (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Dritte Teilnahme in Folge

Die Königsblauen sind nun zum dritten Mal in Folge in der Gruppenphase dabei (SHOP: Jetzt Fanartikel von Schalke 04 kaufen).

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Mit dem Sieg machten sie die beste Rückrunde der Klubgeschichte (36 Punkte) perfekt, nach der Hinrunde hatte die Elf von Trainer Jens Keller nur auf Rang sieben gestanden. Und wie schon beim letzten Club-Abstieg 2008 besiegelten ausgerechnet die Schalker den Abstieg jenes Gegners, mit dem sie eine innige Fanfreundschaft pflegen.

5500 Club-Fans erlebten auf Schalke ein Trauerspiel, dem sie schon Ende der ersten Halbzeit vorübergehend demonstrativ den Rücken kehrten.

Draxler beendet Torflaute

Joel Matip (6.) und Roman Neustädter (45.) raubten den erschreckend schwachen und leblosen Gästen mit ihren Treffern schon vor der Pause auch die letzten Hoffnungen.

Nationalspieler Julian Draxler (76.) erzielte nach langer Torflaute den dritten Treffer, ein Eigentor von Club-Torwart Patrick Rakovsky sorgte für den Endstand (90.+2).

So klang das Draxler-Tor bei SPORT1.fm

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Mitte der zweiten Hälfte rollten die Gäste-Anhänger ein riesiges Spruchband aus: "Manchmal hasst man das, was man doch liebt." Josip Drmic (90.+1) erzielte das unbedeutende Ehrentor ( 889082 DIASHOW: Die Bilder des 34. Spieltags ).

Der Club spielte ohne den verletzten Kapitän Raphael Schäfer im Tor sowie die gelbgesperrten Verteidiger Timothy Chandler, Javier Pinola und Marvin Plattenhardt ideen- und mutlos und kassierte seine siebte Niederlage in Folge.

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Für die letzten drei zeichnete Interimscoach Roger Prinzen verantwortlich, der nicht mehr weitermachen wird. Der Neuaufbau des Clubs in der 2. Liga beginnt auf der Trainerbank.

Feulner verletzt sich

Auch die Rückkehr des erfahrenen Makoto Hasebe, der nach langer Verletzung erstmals in der Rückrunde zum Einsatz kam, brachte Nürnberg keine Sicherheit, zumal Markus Feulner schon in der 20. Minute angeschlagen vom Feld musste (SHOP: Jetzt Fanartikel vom 1. FC Nürnberg kaufen).

Nach dem frühen Kopfball-Treffer von Matip im Anschluss an eine Ecke von Max Meyer kontrollierte Schalke ohne großen Aufwand das Spiel - mit einer Ausnahme. In der 26. Minute traf der Nürnberger Rechtsverteidiger Martin Angha mit einer verunglückten Flanke den Innenpfosten.

Das 2:0 durch einen Flachschuss von Neustädter - der Ex-Schalker Patrick Rakovsky im Nürnberger Tor war erneut chancenlos - machte praktisch alles klar.

Meyer im Pech

Auch nach der Pause blieb Nürnberg harmlos, und Schalke musste in keiner Phase seinen gelbgesperrten Torjäger Klaas-Jan Huntelaar vermissen, auch wenn vor dem Tor etwas Zug fehlte. In der 51. Minute hatte Meyer allerdings nur Pech, als er den Innenpfosten traf. Draxler traf 16 Minuten später zum 3:0.

Beste Schalker Spieler waren Matip und Meyer. Beim Club zeigte nur Angha mit Abstrichen den von den Fans geforderten Charakter.

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