Mario Mandzukic (l.) und Robert Lewandowski führen die Torschützenliste vor dem letzten Spieltag mit je 18 Treffern an. ZUM DURCHKLICKEN: Die Bundesliga-Torschützenkönige © getty

Im Kampf um die Torjägerkanone erhält Robert Lewandowski Unterstützung vom Trainer - im Gegensatz zu Mario Mandzukic.

Von Holger Luhmann

München - Sie ist aus massivem Eisenguss, ihr Rohr ist 26 Zentimeter lang und ihr Gewicht beträgt 3,2 Kilogramm. Gemeint ist die Torjägerkanone.

Ihr Wert ist eher ideeller Natur. Für die Top-Stürmer der Bundesliga geht es vor allem darum, sich in eine illustre Liste klangvoller Namen einreihen zu dürfen.

Uwe Seeler war 1964 der erste Torschützenkönig. Die erste Torjägerkanone wurde zwei Jahre später verliehen, der Dortmunder Lothar Emmerich durfte sie in den Händen halten.

Rekord-Trophäensammler ist Gerd Müller als siebenmaliger Torschützenkönig. Der letzte Gewinner der Torjägerkanone heißt Stefan Kießling.

Mit je 18 Toren gleichauf

Am Samstag nun (beide Spiele ab 15 Uhr im LIVE-TICKER und auf SPORT1.fm) geht es für Robert Lewandowski und Mario Mandzukic im Fernduell um die Auszeichnung.

Beide haben vor dem Spieltag 18 Mal getroffen. Und dieses Wettschießen birgt eine gewisse Brisanz.

Denn ab der kommenden Saison werden beide Stürmer - Stand jetzt - als Teamkollegen beim FC Bayern um einen Stammplatz kämpfen.

Elfmeter-Versprechen von Klopp

Es scheint, als habe Lewandowski im Kampf um die Torjägerkanone die besseren Aussichten.

Der Unterstützung von Trainer Jürgen Klopp kann sich der Pole bei seinem letzten Ligaspiel für Borussia Dortmund sicher sein. (SHOP: Jetzt Fanartikel von Borussia Dortmund kaufen)

Klopp gab Lewandowski für die Begegnung bei Hertha BSC ein Elfmeterversprechen.

[tweet url="//twitter.com/search?q=%23bscbvb"]

"Für ihn geht es um die Tor-Kanone. Wenn es einen gibt, darf er schießen", sagte Klopp.

Keine Unterstützung von Guardiola

Über solch generöse Hilfe beim FC Bayern würde sich Mandzukic freuen. Doch das Gegenteil ist der Fall. (SHOP: Jetzt Fanartikel des FC Bayern kaufen)

Gegen den Hamburger SV ließ Trainer Pep Guardiola den Kroaten auf der Bank schmoren.

Es ist nicht auszuschließen, dass Mandzukic dort zunächst auch gegen den VfB Stuttgart Platz nehmen muss.

Mandzukic effizienter

Sollte Mandzukic von Guardiola auch gegen die Schwaben kalt gestellt werden, wäre es nicht nur eine persönliche Watschn. Es könnte auch ein Fingerzeig für die nächste Saison sein.

Dabei ist Mandzukic mit durchschnittlich einem Tor in 108 Minuten sogar effizienter als Lewandowski, der für einen Treffer im Schnitt 150 Minuten benötigt hat.

Dennoch gilt Lewandowski bei Guardiola und den Bayern als Stürmer der Zukunft.

Es ist also gut möglich, dass Mandzukic gegen Lewandowski nicht nur im Duell um die Torjägerkanone den Kürzeren zieht, sondern künftig auch um den Stammplatz beim FCB.

[kaltura id="0_7yl5oprc" class="full_size" title=""]

Weiterlesen