Drei Tradtionsvereine stemmen sich gegen den drohenden Abstieg © getty

Hamburg, Nürnberg und Braunschweig kämpfen im Fernduell um den Platz 16. SPORT1 fasst die Lage im Keller täglich zusammen.

München - Vier Tage vor den Fernduellen um die Relegation (Sa., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER und LIVE auf SPORT1.fm) lebt bei allen drei Klubs die Hoffnung auf den Klassenerhalt.

Der Glaube an den Verbleib in der Bundesliga speist sich allerdings aus unterschiedlichen Quellen.

Beim 1. FC Nürnberg bemüht man den Vergleich mit dem Saisonfinale der vergangenen Saison, der Hamburger SV setzt auf zwei Rückkehrer und Eintracht Braunschweig auf den positiven Einfluss einer Vertragsverlängerung.

SPORT1 fasst die Lage im Tabellenkeller täglich zusammen:

Hamburger SV: 16., 27 Punkte, Tordifferenz -23

Lange hat der HSV darauf warten müssen, doch vor dem letzten Spieltag beim FSV Mainz 05 zeichnet sich tatsächlich das Comeback von Top-Torjäger Pierre-Michel Lasogga ab.

Der 22 Jahre alte Angreifer trainierte am Dienstag nach überstandener Oberschenkelverletzung erstmals nach fünf Wochen wieder mit der Mannschaft und könnte direkt in die Startformation zurückkehren.

"Wenn er weiterhin alles mitmachen kann, ist er eine Option für die Startelf", erklärte HSV-Trainer Mirko Slomka. Mit Lasogga stünden die Chancen im Abstiegskampf deutlich besser.

Fünf Spiele fehlte der Leihspieler von Hertha BSC zuletzt, die letzten vier gingen allesamt verloren. In den 19 Partien, die Lasogga bestritt, erzielte er zwölf Tore.

"Wenn Lasogga zwei Tage voll mitmacht, kann er auch von Beginn an auflaufen. Er hat ja mit Athletikcoach Markus Günther schon viele fußballspezifische Einheiten absolviert", sagte Sportchef Oliver Kreuzer dem "Hamburger Abendblatt": "Pierre bringt die körperlichen Voraussetzungen mit, um sofort wieder nahe seiner Topform zu sein."

Auch Lasoggas Teamkollegen hoffen auf das Mitwirken ihres Stürmers. "Pierre wäre sehr, sehr wichtig für die hoffentlich drei letzten Spiele", sagte Youngster Hakan Calhanoglu dem "kicker", "er ist robust vorne drin, immer anspielbar und er reißt uns alle mit."

Neben Lasogga ist am Dienstag auch Verteidiger Johan Djourou nach seiner Adduktorenverletzung ins Mannschaftstraining eingestiegen. Nationalspieler Marcell Jansen und Dennis Diekmeier sollen am Mittwoch ins Training zurückkehren.

Im SPORT1-Tabellenrechner können Sie schon einmal verschiedene Szenarien durchspielen

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1. FC Nürnberg: 17., 26, -30

Auch die Franken wollen sich noch nicht aufgeben. Abwehrspieler Per Nilsson weiß auch schon, wie seine Mannschaft die Relegation noch packen kann: Indem sie es so macht, wie sein Ex-Verein Hoffenheim in der vergangenen Saison gegen Borussia Dortmund.

Damals gewannen die Kraichgauer völlig überraschend durch zwei späte Elfmetertore beim hoch favorisierten BVB. Durch die gleichzeitige Niederlage von Fortuna Düsseldorf kletterte Hoffenheim noch auf den Relegationsplatz ? und sicherte sich gegen den 1. FC Kaiserslautern den Klassenerhalt.

"Manchmal ist etwas unmöglich, aber man schafft es trotzdem", macht der Schwede Nilsson in Anlehnung an das Hoffenheimer Wunder sich und seinen Mitspielern Mut vor dem Finale bei Schalke 04.

An ein Wunder glaubt Michael A. Roth nicht mehr. "Im Vorstand wie im Aufsichtsrat fehlt einfach die sportliche Kompetenz. Deshalb sehe ich auch für die Zweite Liga schwarz", sagte der langjährige Präsident in der "Bild".

Sportvorstand Martin Bader sei für das "Desaster" aber nicht allein verantwortlich zu machen. "Er ist ein tüchtiger Mann, aber ihm fehlt einfach ein sportlicher Experte an seiner Seite", so Roth, der vor fünf Jahren nicht ganz freiwillig zurückgetreten war.

Braunschweig: 18., 25, -29

Der Tabellenletzte setzte vor dem Spiel bei 1899 Hoffenheim noch einmal ein Zeichen und verlängerte den Vertrag mit seinem Angreifer Orhan Ademi vorzeitig bis 2017.

Der Schweizer, der in 25 Partien ein Tor erzielt und einen Treffer vorbereitet hat, besaß bei den "Löwen" noch einen Kontrakt bis 2015.

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"Orhan hat ein sehr großes Potenzial und sich gut weiterentwickelt", sagte Sportchef Marc Arnold über Ademi, der vor zwei Jahren vom SC Rheindorf Altach aus Österreich nach Braunschweig gewechselt war: "Wir werden noch viel Freude an ihm haben."

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