Robert Lewandowski wechselt im Sommer von Borussia Dortmund zum FC Bayern © getty

Bei seinem letzten Heimspiel für Dortmund steht Lewandowski gegen Hoffenheim im Mittelpunkt. Er schielt noch auf einen Titel.

Dortmund - Robert Lewandowski war überwältigt und kämpfte mit den Tränen.

Schon vor dem Anpfiff gab es lautstarke Ovationen, einen großen Strauß gelber Blumen und eine Foto-Collage als Erinnerung an vier erfolgreiche Jahre bei Borussia Dortmund.

Nur ein Tor, das gab es nicht für den künftigen Münchner in seinem letzten Heimspiel im schwarz-gelben Trikot.

Dennoch schallten nach dem 3:2 (3:1) gegen 1899 Hoffenheim bei der Ehrenrunde der Mannschaft die Sprechchöre mit dem Namen des Polen durch die Arena.

"Meine Emotionen sind noch immer sehr hoch. Das war ein unglaublich schöner Moment nach so vielen tollen Spielen und vier tollen Jahren beim BVB. Es wäre natürlich perfekt gewesen, wenn mir noch ein Tor gelungen wäre", sagte Lewandowski.

Jürgen Klopp ist beeindruckt

Ein Ziel verfolgt der 25 Jahre alte polnische Nationalstürmer aber noch: Am 17. Mai möchte im Duell mit seinem künftigen Arbeitgeber unbedingt den DFB-Pokal gewinnen: "Ich habe immer gesagt, dass sich mich mit einem Titel verabschieden möchte."

Beeindruckt von Lewandowskis würdigem Abschied, der in den bisherigen 130 Bundesliga-Spielen für den BVB 72-mal erfolgreich war und zum Rekordtorjäger der Dortmunder Europacup-Geschichte (18 Tore) avancierte, war auch Jürgen Klopp. ( 885351 DIASHOW: Die Bilder des 33. Spieltags )

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"Ich möchte mich bei jedem Einzelnen bedanken, der an dieser Abschiedszeremonie beteiligt war. Ich bin stolz, dass so etwas in dieser manchmal so aufgeblasenen Fußball-Welt noch möglich ist", meinte der BVB-Coach:

"Er hat diesen Abschied verdient, er hat immer alles gegeben und wird auch in den beiden letzten Spielen alles geben."

Nur das Tor fehlt

Am kommenden Samstag fahren die Borussen zum "Pokal-Test" gegen Hertha BSC ins Olympiastadion.

Anschließend wird Lewandowski endgültig seine letzten Ehrenrunde drehen - vielleicht sogar mit dem "Pott", den er bereits 2012 im Finale gegen die Bayern gewann. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die Atmosphäre um Lewandowski, der allein in dieser Saison 18 Tore für den BVB erzielte, habe auch bei seinen Spielern etwas ausgelöst, meinte Klopp.

Alle hätten sich um einen würdigen Abschied bemüht, ihn bei jedem Angriff gesucht, "doch leider hat es mit dem Tor nicht geklappt".

Weidenfeller patzt

Die Treffer erzielten diesmal Kevin Großkreutz (29.), Henrikh Mkhitaryan (31.) und Lukasz Piszczek (34.).

Drei BVB-Treffer in fünf Minuten - so klang es bei SPORT1.fm:

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Die Hoffenheimer kamen durch Dortmunder Schützenhilfe zu zwei Treffern durch Roberto Firmino (5.) und Niklas Süle (66.), wobei BVB-Torhüter Roman Weidenfeller einen harmlosen Distanzschuss durch die Beine ins Tor rutschen ließ.

Schmelzer meldet sich zurück

Fünf Tage vor den Nominierung des vorläufigen WM-Aufgebotes der deutschen Nationalmannschaft meldete sich derweil Marcel Schmelzer nach überstandener Verletzung (Muskelfaserriss im Schambeinbereich) nach sechswöchiger Verletzungspause mit einer durchschnittlichen Vorstellung wieder zurück.

"Aufgrund der Tatsache, dass kein Druck mehr da war, bin ich mit der Leistung der Mannschaft zufrieden. In der ersten Halbzeit, das war Werbung", ergänzte Klopp, der sich zugleich bei den Fans für die Unterstützung während der Saison bedankte.

1,3 Millionen sahen die Liga-Heimspiele des BVB - das ist spitze in Europa.

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