Kaan Ayhan (M.) schoss sein erstes Bundesliga-Tor für Schalke 04 © getty

Schalke 04 siegt in Freiburg und braucht noch einen Punkt für Platz drei. Klaas-Jan Huntelaar sorgt für einen Wermutstropfen.

Freiburg - Schalke 04 steht unmittelbar vor dem direkten Einzug in die Champions League.

Die Mannschaft von Trainer Jens Keller siegte beim SC Freiburg mit 2:0 (1:0) und benötigt am letzten Spieltag der Bundesliga gegen den 1. FC Nürnberg lediglich einen Punkt, um auch in der kommenden Saison ganz sicher in der europäischen Königsklasse vertreten zu sein (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Der 19-jährige Kaan Ayhan mit seinem ersten Bundesligatreffer (13.) und Kapitän Klaas-Jan Huntelaar (65.) in seinem 100. Erstliga-Spiel schossen die Schalker nach zuletzt zwei Niederlagen wieder auf die Siegerstraße.

Wermutstropfen für Schalke: Felipe Santana (73.) sah wegen einem wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte, Huntelaar kassierte wegen Zaunjubels eine unnötige Gelbsperre. Die Freiburger, die ihr Saisonziel mit dem Klassenerhalt bereits am vergangenen Spieltag erreicht hatten, mussten nach drei Partien ohne Pleite den Platz wieder als Verlierer verlassen ( 885351 DIASHOW: Die Bilder des 33. Spieltags ).

Ein Shirt für Tönnies

"Wir haben den ersten Schritt gemacht, den wir machen wollten", hielt Keller fest: "Wir waren von der ersten Sekunde auf dem Platz. Die Mannschaft hat ein starkes Spiel gemacht."

Als besondere Geste vor Spielstart wärmten sich die Schalker in Grußtrikots für den erkrankten Aufsichtsratschef Clemens Tönnies auf, dem unter der Woche ein Tumor in der Niere entfernt worden war.

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Kaan Ayhan mit Premierentor

Vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Freiburger Stadion, darunter Bundestrainer Joachim Löw, übernahmen die Gäste von Beginn an die Kontrolle.

Bis zur Mittellinie durfte Königsblau dabei praktisch ungestört kombinieren - dann warteten die zwei dicht gestaffelten Freiburger Reihen. Und dennoch dauerte es nur sieben Minuten, bis Youngster Max Meyer die erste Gelegenheit zur Führung besaß.

Auch in der Folge beherrschten die Schalker, bei denen für den gelbgesperrten Sead Kolasinac der Brasilianer Santana in die Startelf rückte und im Sturm Huntelaar vor Adam Szalai den Vorzug erhielt, ihren Gegner.

Ayhan sorgte von der Außenbahn mit seinem Kunstschuss in das lange Eck für die bereits zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung.

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Freiburg schlägt fast zurück

Weil aber die Freiburger, von Beginn an wieder mit Rechtsverteidiger Oliver Sorg und damit ihrer derzeit besten Formation, nach etwa 25 Minuten besser ins Spiel fanden, büßten Schalke Teile seiner Dominanz ein.

Und das hätte sich nach Abstimmungsfehlern in der Defensive beinahe gerächt: Erst vergab Felix Klaus (30.) den möglichen Ausgleich, dann setzte Leihstürmer Admir Mehmedi (43.), den die Breisgauer auch wegen seiner zwölf Saisontore langfristig an sich binden möchten, den Ball wenige Zentimeter neben den Pfosten.

Zuvor hatte Huntelaar (39.) nur die Latte getroffen.

Zur Pause musste Torschütze Ayhan vom Platz, er hatte bei einem Zusammenprall mit Teamkollege Draxler eine Gehirnerschütterung erlitten.

Huntelaar macht alles klar

Nach dem Seitenwechsel machten zwar die Freiburger den etwas engagierteren Eindruck, die besseren Chancen aber besaß Schalke.

Zunächst scheiterte Huntelaar mit einem Kopfball erneut am Aluminium (59.), wenige Sekunden später Julian Draxler, der mit 20 Jahren als jüngster Spieler der Geschichte ebenfalls sein 100. Erstliga-Spiel absolvierte, mit einem Fernschuss.

In der Schalker Drangphase fand Huntelaars abgefälschter Versuch dann doch den Weg ins Tor. Gegen Nürnberg wird er wegen seiner fünften Gelben Karte allerdings fehlen.

Comebacks als Joker feierten bei Schalke die Langzeitverletzten Jan Kirchhoff - der sein Debüt für S04 bestritt - und Marco Höger. Nebeneffekt bei Höger: Der Bart, den er sich seit seinem Kreuzbandriss stehen lassen ließ, wird nun abrasiert.

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